Bogensiedlung

In Fotos für die Nachwelt erhalten

von Redaktion

Weniger als ein Drittel der Wohnungen noch belegt

Rosenheim – Die Bogensiedlung wird aus dem Stadtbild verschwinden, doch in einer Fotodokumentation werden die Erinnerung an das Wohnviertel im Grünen, das in den 50er- Jahren entstanden ist, lebendig gehalten. „Die Bilder sind im Kasten“, teilte auf Anfrage Stefan Ludwig, Geschäftsführer der Rosenheimer Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft (GRWS), mit. Bevor die Leerstände der Wohnanlage optisch zu auffällig geworden seien, habe eine Fotografin die Blöcke noch im Bild festgehalten.

Im Fokus standen die Sgraffiti-Werke des Künstlers Markus von Gosen – in den Putz gekratzte Bildgeschichten und Verzierungen an den Wänden und Erkern zahlreicher Gebäude. Die kleineren Kunstwerke – die Hausnummern – sollen auf Wunsch von Stadtrat Horst Halser im Städtischen Museum an die Bogensiedlung erinnern.

Ergänzt wird die Dokumentation der Rosenheimer Siedlung, die einer Erweiterung der Hochschule weichen wird, durch historische Fotos und Luftbilder der OVB-Drohne.

Die Bogensiedlung soll nach der gleichen Vorgehensweise wie bei der Wohnanlage Lena-Christ-Straße abgebrochen werden: abschnittsweise immer dann, wenn ein Gebäude frei geworden ist, teilt Ludwig mit. Weniger als ein Drittel der 275 Wohnungen ist noch belegt.

An der Lena-Christ-Straße entsteht als Teilersatz ein Wohnviertel mit 200 Wohnungen für 400 bis 500 Menschen. Mit den Bauvorhaben am Mitterfeld und auf der BayWa-Wiese erreicht die kommunale Wohnungsbaugesellschaft unter dem Strich wieder ein Wohnungswachstum. Ein Entwurf für die Neubauten in der Lena-Christ-Straße als Ergebnis eines Architektenwettbewerbs liegt vor.

Baubeginn soll im ersten Quartal 2020 sein.

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