Stadtrat

Zweite Eisfläche: Der Druck steigt

von Redaktion

Im Juli soll es erste Informationen zur Frage geben, ob und wo am Emilo-Stadion eine zweite Eisfläche entstehen kann.

Rosenheim – „Es wird Zeit“, drängte im Stadtrat Rudolf Hötzel (Republikaner) auf Informationen zur Frage, ob die Anbindung einer zweiten Eisfläche an die Halle möglich ist. Im Januar seien Untersuchungen beschlossen worden, mittlerweile würden bei ihm die Alarmglocken klingeln, so Eishockey-Fan Hötzel. Er spielte auf die Tatsache an, dass die Starbulls dringend für die Jugendarbeit weitere Eiszeiten benötigen, wollen sie auch weiterhin in den höchsten Nachwuchsligen spielen. Aktuell scheitert das Fehlen einer zweiten Fläche an der Umsetzung des vom Deutschen Eishockeybund geforderten Fünf-Sterne-Nachwuchskonzeptes.

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer warb um Verständnis: „Das dauert noch.“ Das für die Untersuchungen und Vorschläge zuständige zentrale Immobilienmanagement der Stadt sei stark überlastet und personell unterbesetzt. Doch im Juli seien erste Ergebnisse zu erwarten, bestätigte Kämmerer Heinz Bösl.

Fest stehe, so Bauer: Der Verein habe bereits diverse Vorschläge unterbreitet, „die jedoch in dieser Form gar nicht funktionieren“.

Wie berichtet, ist eine zweite Eisfläche unter anderem im Park Richtung Innsbrucker Straße im Gespräch. Auch Möglichkeiten, den Parkplatz einzubeziehen und die Eisfläche mit einer Tiefgarage zu verbinden, werden diskutiert.

CSU-Stadtrat Georg Kaffl, bekannt für kritische Stellungnahmen zur städtischen Investitionspolitik, konnte sich die Frage, ob es denn überhaupt schon beschlossene Sache sei, dass eine zweite Eisfläche gebaut werde, nicht verkneifen. „Das ist ein Antrag Ihrer Fraktion“, konterte die Oberbürgermeisterin. In der Tat hatte die CSU jüngst, wie berichtet, in einem Antrag ein nachhaltiges Sanierungskonzept für das Eissstadion gefordert – unter Einbeziehung der Planungen für eine zweite Eislauffläche. Dies war als klares Bekenntnis der CSU zur zweiten Eisfläche gewertet worden. Stadtrat Kaffl ist bei diesem Thema anscheinend einmal mehr nicht ganz auf Fraktionskurs.

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