Rosenheim – Im Gruppenstart wurden jeweils nur bis zu 15 Radler gleichzeitig auf die Strecke gelassen, um hier den Auflagen der Rosenheimer Behörden Folge zu leisten.
Schon in aller Früh, um 6 Uhr, herrschte auf dem Weko-Parkplatz als Start/Ziel reges Treiben von Radlern aus Deutschland und den Nachbarländern sowie von Helfern. Die Veranstalter, der Skiclub Aising-Pang und der Radsportverein (RSV) Rosenheim, hatten bereits viel Zeit in die Vorbereitung des Events gesteckt. So erfordert der Aufbau der Verpflegungsstationen und die Ausschilderung der Strecken viel Personal und Engagement.
Der Schwerpunkt wurde diesmal auf eine neue und noch attraktivere Streckenführung gelegt, durch Stadt und Landkreis Rosenheim sowie den Landkreis Miesbach und das benachbarte Tirol. Mit aufmunternden Worten schickte dann pünktlich um 6.30 Uhr Klaus Wagenstetter vom RSV Rosenheim die Ersten los. Diese Teilnehmer radelten auf der „Extrem-Tour“ V – 231 Kilometer bei 4200 Höhenmetern. Hier gingen insgesamt 150 Radfahrer an den Start und damit an ihre Leistungsgrenze.
Die Strecke I mit 67 Kilometern bei 640 Höhenmetern, wo fast nur Nebenstraßen befahren wurden, kam bei Familien mit Kindern und Jugendlichen sehr gut an. Die erste Verpflegungsstation in Bad Endorf wurde von den 200 Einsteigern, Fahrern mit Tourenrädern oder Mountainbikern willkommen angenommen. Überhaupt ließen es sich viele Radler nicht nehmen, an den einzelnen Verpflegungsstationen gemütlich Rast zu machen und das reichliche Angebot an Speisen und Getränken anzunehmen. Nicht das Tempo spielte eine Rolle, sondern das Vergnügen am Fahren.
Die Tour II, 114 Kilometer und 1080 Höhenmeter, verlangte etwas mehr Kondition – circa 300 Radler starteten auf dieser Strecke. Dafür wurden sie mit weiteren landschaftlichen Höhepunkten, wie Eggstätter Seenplatte und die Gegend um Höhenmoos, belohnt.
Die Jüngste acht und der Älteste 79 Jahre
Für Konditionsstarke wurde die Tour III (137 Kilometer, 1760 Höhenmeter) zur Herausforderung. Sie verlief anfangs mit der Tour IV und führte über das Sudelfeld nach Bayrischzell, Kufstein, Windshausen und Frasdorf zurück nach Rosenheim. Diese abwechslungsreiche Strecke meisterten insgesamt 250 Radler.
Eine große Herausforderung war die Tour IV, die mit 183 Kilometern bei 2760 Höhenmetern mit bekannten Alpenradmarathons gleichzog. Entschädigt wurden die 200 Fahrer durch eine zusätzliche Fahrt gegenüber der Strecke III nach Bernau und die Ratzinger Höhe. Diese Streckenführung tangierte die schönsten Stellen im Rosenheimer Land.
Die jüngste Teilnehmerin war die achtjährige Emily Wagenstetter. Sie befuhr die Tour I mit 67 Kilometern. Egid Voitswinkler hieß der mit 79 Jahren älteste Teilnehmer, ebenfalls Tour I. Die weiteste Anreise hatte Lieven De Volder aus Waregem in Belgien auf sich genommen. Eine betreute Kinderstrecke über rund 20 Kilometer führte vom Weko-Einrichtungshaus weg Richtung Süden. Nach einer Verpflegung auf halber Strecke kehrten alle freudestrahlend wieder nach Rosenheim zurück.
Die Rosenheimer Verkehrswacht kontrollierte nicht nur die Räder der jüngsten Teilnehmer vor der Kindertour, sondern sie betrieb anschließend wieder einen Geschicklichkeitsparcours auf dem Parkplatzgelände, den nicht nur die Kinder zu meistern versuchten. Von den Teilnehmern gab es vollstes Lob für die Streckenführung, die Unterstützung an den einzelnen Verpflegungsstationen sowie die Nachverpflegung am Zielpunkt.
Wer diesmal an der bestens organisierten Radveranstaltung des RSV Rosenheim und des Skiclubs Aising-Pang nicht teilnehmen konnte, hat nächstes Jahr um die gleiche Zeit wieder die Möglichkeit, mit Familie, Freunden und Bekannten einen solchen Radltag zu erleben.