Musikalischer Sommerabend des Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums

Sommerkonzert statt Fußball-WM

von Redaktion

Das Sommerkonzert des Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums fand im Rosenheimer Ballhaus statt und wurde ein voller Erfolg.

Rosenheim – Das Schulorchester unter der Leitung von Rainer Heilmann-Mirow eröffnete das Konzert mit den Stücken „Broadway or bust“ von Kathy und David Blackwell. Es folgten Hans Graetschs „Tuba-Kapriolen“, gespielt von Abiturient Johannes Hirnböck an der Tuba. Schließlich ließen die Musiker die mystisch-zauberhaften Töne „Highlights from Harry Potter“ erklingen. In den Umbaupausen unterhielt der Fünftklässler Simon Wanderl am Akkordeon.

Manuel Kroh am Klavier beeindruckte mit seiner ausdrucksstarken Interpretation des träumerischen „Prélude in Des-Dur, op. 28“ von Frédéric Chopin. Einen weiteren Höhepunkt bot die preisgekrönte Kontrabassistin Eva Brockhaus mit dem Lied „Romance and Rondo“ von Franz A.L.J. Keyper, begleitet von Claudia Buschatz am Klavier.

Der Unterstufenchor sang „Treat you better“ von Shawn Mendes und verbreitete eine fröhliche Stimmung mit „Get happy“ von Youmans, Arlen, Kohler und Ager.

Der Sechstklässler Ibsaa Kelbessa spielte souverän und routiniert an der Trompete Allen Vizzuttis „Rain Forest“, begleitet von Hannah Hornberger am Klavier. Er zeigte eine bemerkenswerte Gelassenheit, als zu Beginn seines Vortrags die Notenblätter zunächst einmal weggeweht wurden.

Das Stück „Never on Sunday“ ertönte bayerisch-flott in der Kombination der Siebtklässlerin Miriam Paul am Hackbrett und Eva Brockhaus am Kontrabass.

Zehn Oberstufenstimmen hatten sich zum Vokalensemble unter der Leitung von Claudia Buschatz zusammengefunden und begeisterten das Publikum mit der Liebeserklärung „Fatia“ des libanesischen Musikers Rabih Lahoud. So mancher verspürte Gänsehaut beim innig vorgetragenen Hit „Mirrors“ des Superstars Justin Timberlake.

Der talentierte Posaunist Frode Gilles ist trotz seiner jungen Jahre schon ein „alter Hase“ auf der Finsterwalder Bühne und trat mit „Mello Yello“ von Franz Rebensteiner schon zum dritten Mal bei einem Schulkonzert als Solist auf.

Anschließend staunte man über zwei nicht ganz alltägliche Instrumente. Alexander Staiger am Vibrafon, Lukas Gozolits am Marimbafon und Germanus Mayer am Drumset erhielten für ihre Interpretation von Werner Stadlers „Cool bite“ mehrfach sogar Zwischenapplaus.

Der Oberstufenchor hatte sich mit Claudia Buschatz zu jedem Lied das passende Accessoire überlegt. Bei „Sunny“ von Bobby Hebb trug man Sonnenbrillen, zur Surferhymne „Barbar‘ Ann“ von Fred Fassert gab es Blumenkränze.

Eine schöne Choreografie hatte man sich zu „We are the world“ einfallen lassen: Der Unterstufenchor begann alleine auf der Bühne, vom hinteren Teil des Saales bewegte sich der Oberstufenchor singend darauf zu, sodass am Ende ein imposantes Bild entstand, als die Bühne vollständig gefüllt und mit Leuchtstäben in den Händen der Sänger erstrahlte. Ein berührendes Zeichen von Gemeinschaft und Zusammenhalt.

Bigband spielte den Ohrwurm „Happy“

Simon Steffelbauer und Alexander Staiger begeisterten das Publikum mit ihrem „Drum-Duett“.

Der Ohrwurm „Happy“ von Pharell Williams, gespielt von der routiniert auftretenden Bigband unter der Leitung von Hannah Hornberger, leitete den Schlusspunkt des Programms ein. Beim swingenden „September“ von Maurice White musste man unweigerlich mitwippen und spätestens als das rockige „Seven nation army“ erklang, das mittlerweile zum Torjubel in vielen Stadien gehört, bereute niemand mehr, auf die Fußball-WM-Übertragungen verzichtet zu haben. Stattdessen gab es tosenden Applaus für die Darbietungen, eine Zugabe der Bigband und Blumen für die Musiklehrer, die so viele Schüler für diesen heiter-gelassenen Abend begeistert hatten.

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