Rosenheim – Etliche Abiturienten bekamen zudem Urkunden verliehen, goldene Nadeln angesteckt, Lebkuchenherzen umgehängt oder sogar Geld überreicht: Verschiedene Stiftungen, Unternehmen, Universitäten und Verbände hatten die Preise geschickt für herausragende Leistungen in Deutsch, Physik und in Griechisch und Latein, für besondere Seminararbeiten oder für vorbildliches soziales Engagement.
Katharina Geier, Konrad Grudzinski, Raphael Hirner, Korbinian Jenuwein, Quirin Koller, Hannes Pravida und Jana Pravida bekamen ein Abiturzeugnis mit einem Notendurchschnitt von 1,0 überreicht. Daneben verteilte der Schulleiter CDs vom letzten IGG-Frühjahrskonzert, die viele Abiturienten vorbestellt hatten und die erst kurz vor der Abiturfeier geliefert worden waren. Hektisch wurde es aber trotzdem nicht, dafür sorgten schon die Abiturienten mit der musikalischen Umrahmung der Feier: Mit Klarinetten, Violen, Violinen, Kontrabass und Harfe versetzen sie die voll besetzte Aula in eine heitere und zugleich etwas wehmütige Stimmung.
Ein „Innehalten“ sei diese Abifeier, ein wertvolles Stück Gegenwart, so der Schulleiter in seiner Abiturrede. Ein Moment, in dem man spüre, dass etwas zu Ende gegangen sei und etwas Neues noch nicht begonnen habe, aber bald beginnen werde. Solche Momente des Innehaltens wünschte der Schulleiter den jungen Erwachsenen auch für ihre Zukunft.
Thomas Tramp, der Vorsitzende des Elternbeirats, zeigte sich zuversichtlich: Eine Welt, in der eine instabile Politik und eine alle Lebensbereiche erfassende Digitalisierung menschliche Werte in Frage stelle, warte auf genau solche jungen Leute: Sie kämen immerhin von einer Schule, in deren Schulverfassung Werte wie „Engagement“, „Verantwortungsbewusstsein“, „Teamgeist“ oder „Mut zur Ehrlichkeit“ festgeschrieben seien.
Für die Abiturienten sprach Milan Busch. Er charakterisierte in seiner höchst amüsanten, satirischen Rede die Abiturienten mit Zitaten aus einem Whatsapp-Chat seines Jahrgangs und stellte klar, dass das Leben eines Oberstufenschülers nicht in erster Linie vom Unterrichtsstoff geprägt werde. Er dankte dem Schulleiter, den Lehrern, insbesondere Brigitte Kirchgässler, die den Jahrgang als Oberstufenkoordinatorin betreut hatte: Sie alle hätten mit dazu beigetragen, dass für die Abiturienten „das Ignaz“ ein wirkliches „Zuhause“ gewesen sei.