Abiturfeier am Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium

„Die Zukunft kann man selbst gestalten“

von Redaktion

„Happy“ – mit diesem Song von Pharrell Williams eröffnete die Big Band unter Hannah Hornberger die Abiturfeier des Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums. Das Motto zog sich als roter Faden durch die gesamte Veranstaltung.

Rosenheim – Der Anlass wiederholt sich zwar jedes Jahr. Doch an diesem Tag zeigt sich immer wieder neu, dass individuelle Menschen – mit unterschiedlichen Persönlichkeiten und Interessen, Einstellungen und Leistungen, die sie im Laufe ihrer Schulzeit entwickelt und ausgebildet haben –, in die Zukunft entlassen werden.

Den Eintritt in eine neue Lebensphase stellte Schulleiterin Brigitte Würth in den Mittelpunkt ihrer Festrede, zu der die Big Band mit „Seven nation army“ von Jack White hinleitete.

Einen Bogen von der Antike bis zur Gegenwart schlagend, zeigte Würth auf, dass der Mensch schon immer versucht hat herauszufinden, was die Zukunft bringen mag. Entscheidend dabei sei, sich bewusst zu machen, dass man Zukunft – insbesondere die eigene – aktiv und selbstbestimmt gestalten könne.

Grundlagen werden

in Elternhaus

und Schule gelegt

Die Grundlagen dafür werden Schulleiterin Würth zufolge im Elternhaus und eben in der Schule gelegt – in den unterschiedlichen Fächern, in dem Miteinander, dem Entwickeln und Erproben persönlicher Interessen und den Fähigkeiten. Nun gelte es, eigene Zukunftsvisionen und Lebensentwürfe zu entfalten und an deren Umsetzung zu arbeiten.

Das am Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium erworbene Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, selbstständig zu denken, seien dabei das notwendige Rüstzeug, um die eigenen Ziele zu erreichen und Erfüllung im Leben zu finden.

Die Schulleiterin gab den Abiturienten auch Wünsche mit auf ihren weiteren Lebensweg: enge Freunde und Menschen zu finden, die neue Perspektiven eröffnen und die Sicht auf die Welt bereichern, und bei Rückschlägen oder Hindernissen das Ziel und den Mut nicht zu verlieren. Nicht jeder Traum könne in Erfüllung gehen, aber ein Leben ohne Träume sei ein armes Leben.

Nach einer Einlage des Vokalensembles der Oberstufe, geleitet und begleitet von Claudia Buschatz, gratulierte der Vorsitzende des Elternbeirates, Max Ebner, mit einem Blick auf das bereits Erreichte: Positive Emotionen und glückliche Erinnerungen an schöne Momente am Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium sollten die Abiturienten auf ihrem Lebensweg begleiten und die Zukunft um weitere positive Begegnungen bereichern.

Die einzige Entlassung,

die man feiern kann

Für die Abiturienten stellte Lucian Muresan in einer pointiert-ironischen Rede zur „einzigen Entlassung, die man feiern kann“ die „Dreifaltigkeit“, die die Schullaufbahn begleitet hat – Lehrer, Eltern und Schüler – in den Mittelpunkt. Bei den Lehrkräften bedankte er sich für die jahrelange Arbeit, die die Basis für ihre Zukunft gelegt habe, die persönliche Zuwendung und das, was den Schülern mit auf den Weg gegeben wurde. Das, was die Eltern in all der Zeit geleistet hätten, sei mit Worten gar nicht zu erfassen, ein Danke könne das nicht aufwiegen. Seinen Mitabiturienten gab er Werkzeuge für ein erfolgreiches Leben an die Hand: Bedeutsamer als die wichtigen Fragen nach dem Was und dem Wie sei die nach dem Warum. Nur wenn man wisse, warum man etwas mache, also voller Überzeugung und mit dem Herzen dabei sei, werde man Erfolg haben.

Mit dem Song „Mirrors“ von Justin Timberlake, interpretiert vom Vokalensemble, wurde der zentrale Teil der Feier, die Verleihung der Abiturzeugnisse und die Ehrung für besonderes Engagement im Schulleben, eingeläutet. Von den 71 Abiturienten erreichten in diesem Jahr elf einen Zeugnisdurchschnitt von 1,5 und besser.

An der Spitze standen Sara Otten und Madita Rudolph, jeweils mit einem Schnitt von 1,1. Oberstufenkoordinatorin Ursula Stadler moderierte die Übergabe der Zeugnisse sowie die Ehrung für besondere außerunterrichtliche Leistungen im Dienste der Schulgemeinschaft, etwa im Schulsanitätsdienst, in den Musikensembles der Schule oder als Schülersprecher.

Die besten Schüler wurden anschließend von der stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins, Veronika Brader, mit einem Buchgeschenk geehrt, verbunden mit der Hoffnung, einige Ehemalige auch einmal als Mitglieder begrüßen zu dürfen.

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