Interview mit Paul Deutschenbaur

„Nur im Zusammenhalt möglich“

von Redaktion

Zum 350. Jubiläum der Rundkirche fanden in Westerndorf am Wasen Festtage statt. Im Nachgang dazu sprachen die OVB-Heimatzeitungen mit Paul Deutschenbaur vom Festausschuss. Er ist zudem Mitglied im Pfarrgemeinderat von Pang, im Stadtteilkirchenrat Am Wasen und Vorsitzender vom Dekanatsrat Rosenheim.

Herr Deutschenbaur, beim 350. Jubiläum haben verschiedene Gruppen aus der ganzen Stadtteilkirche zusammengeholfen. Was war das Besondere daran?

So ein Kirchenjubiläum ist ja keine Veranstaltung eines Vereins oder einer Gruppierung, sondern das gemeinsame Anpacken der gesamten Dorfgemeinschaft und darüber hinaus sogar noch der gesamten Pfarrei. Die Zusammenarbeit aller hat bestens funktioniert.

Was bedeutet das für die Dorfgemeinschaft?

Für die Dorfgemeinschaft bedeutet so eine Jubiläumsveranstaltung ein immenses Engagement in Bezug auf Planung, Organisation und Arbeitseinsatz. Für jeden Arbeitseinsatz waren immer unglaublich viele Helfer bereit, mit anzupacken. Nur im Zusammenhalt ist so etwas möglich. Darüber hinaus fördert und stärkt so ein Fest den Austausch und den Kontakt untereinander.

Wie haben Sie selbst das Jubiläum erlebt – aus Sicht als langjähriger Pfarrgemeinderat und Dekanatsratsvorsitzender und als mitwirkender Lektor und Kommunionhelfer?

Für mich bedeutet das Jubiläum zweierlei. Erstens ist unser Gotteshaus ein Treffpunkt für uns Katholiken, um gemeinsame Gottesdienste zu feiern und zu beten. Auch ein Ort, um innezuhalten und im Alltag unseren Glauben zu beleben. Zweitens ein Treffen für uns, um Gemeinschaft zu erleben, zu feiern und viele Menschen zu treffen.

Sie sind seit vielen Jahren selbst ehrenamtlich in der Kirche engagiert. Was spornt Sie an, sich für andere Mitmenschen einzusetzen?

Ich bin ehrenamtlich in der Kirche engagiert, weil für mich das auch ein Glaubensauftrag ist. Wenn viele sich ehrenamtlich einbringen, kann Gemeinschaft funktionieren und lebendig sein.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Westerndorfer Kirche?

Für die Zukunft wünsche ich mir eine lebendige kirchliche Gemeinschaft, die offen ist für neue Wege, damit unser Glauben eine Zukunft hat.

Interview: Martin Aerzbäck