Bei zwischenmenschlichen Beziehungen kommt es hin und wieder zu Krisen. Damit, wie solche Konflikte zu lösen sind, haben sich schon unzählige Menschen und zahlreiche Berufsgruppen beschäftigt. Die Ergebnisse sind vielfältig und oft nicht zielführend, wie man so schön sagt.
Im Rahmen der Fußball-WM-Gespräche im Sportteil unserer Zeitung erzählte die Kabarettistin Lisa Fitz bei einem Vergleich der langen Beziehung des Deutschen Fußballbundes mit dem Nationaltrainer Jogi Löw, zu dem es derzeit wohl keine Alternative gebe, von einer Ehekrise ihrer Eltern. Ihre Mutter, so Fitz, wollte einmal den Vater verlassen. Aber der habe dazu lediglich geäußert: „Na, des machma ned, des lohnt si nimmer!“
Ein ehemaliger Frankfurter Rabbiner bemerkte einst zu diesem Thema, dass „über einen Ehestreit die Suppe nicht kalt werden darf“; eine vermutlich aus dem Talmud abgeleitete und sicherlich zu beherzigende Weisheit, um allfällige Missverständnisse oder Petitessen nicht eskalieren zu lassen.
Manchmal aber auch scheitert das Bemühen um das Gegenteil, eine gewünschte festere Bindung. Auf die Frage einer Lebensgefährtin an ihren, mit ihr seit Längerem in einem „gschlamperten Verhältnis“ lebenden Partner, ob sie nicht doch mal heiraten sollten, meinte dieser nur: „Na, wer nimmt uns denn noch?“