Rosenheim – Seit 1986 treten die Republikaner zum ersten Mal zu einer bayerischen Landtagswahl nicht an. Auch zur Bezirkstagswahl wird die Partei keine Liste aufstellen, teilt der Kreisverband Rosenheim-Stadt mit.
Nach dem Erstarken der AfD sei wohl kein Platz für eine nationalliberale Gruppierung im Parteienspektrum in Bayern, bedauert Vorsitzender Rudolf Hötzel. In Rosenheim hätten die Republikaner sich vor allem als sozialliberale Partei gesehen, die nicht das rechte Spektrum abgedeckt habe, sondern vor allem im sozialen und sportlichen Bereich Ansprechpartner für Vereine und Verbände sei.
Ob es zur Stadtratswahl gelingen wird, noch einmal eine Liste aufzustellen oder man sich einer anderen Gruppierung anschließe, stehe noch in den Sternen, so Hötzel. „Bis vor einigen Tagen hatten wir noch geglaubt, es noch einmal aus eigener Kraft es zu schaffen. Dies ist aber seit Absagen einiger langjährigen Mitglieder doch eher fragwürdig. Wir werden es aber auf alle Fälle probieren, für die vielen Freunde und Anhänger da zu sein“, verspricht Stadtrat Hötzel. re