Rosenheim – Ein Gutachten hat der Pfarrverwaltung aufgezeigt: Der alte Pfarrhof von St. Nikolaus kann die Sicherheitsauflagen für öffentliche Räumlichkeiten überhaupt nicht erfüllen, teilt Andreas März, Vorsitzender des Vinzentiusvereins, auf Anfrage der OVB-Stadtredaktion mit. Hohe Investitionen (die Rede sei von 60 000 bis 80000 Euro) wären vonnöten gewesen, um den Brandschutz sicherzustellen.
„Es ist schade, doch es macht keinen Sinn, so viel hinein zu investieren“, so März. Er verweist auch darauf, dass der Jugendtreff in St. Nikolaus in den vergangenen Jahren rückläufige Besucherzahlen verzeichnet habe. Die Lage ist zwar top – mitten in der Innenstadt. Doch hier ist der Bedarf für Angebote, die Jugendliche ab zwölf Jahren ansprechen, und für offene Begegnungsmöglichkeiten nicht so hoch, stellt der Vinzentiusverein fest.
Anders im zweiten Jugendtreff, den der Verein betreibt: im „Logo“ in Christkönig. Dieses Jugendzentrum läuft nach Informationen von März hervorragend. Deshalb wird sich der Vinzentiusverein jetzt nach Aufgabe des „Lonikos“ auf den Treff „Logo“ konzentrieren. Die Ausstattung wird hier modernisiert, die Öffnungszeiten werden erweitert. Deshalb ist mit der Schließung des „Lonikos“ auch kein Personalabbau verbunden. Die Sozialpädagoginnen in Vollzeit und die Unterstützungskräfte werden sich ab August auf den Treff in Christkönig konzentrieren, so März weiter.
Im „Loniko“ wird am Freitag, 27. Juli, ab 15 Uhr Abschied gefeiert. Eingeladen sind auch ehemalige Besucher. Gemeinsam soll in Erinnerungen geschwelgt werden – an viele pädagogische Aktionen wie ein Hinterhofkonzert, Turniere, Ausflüge, Partys, Kreativkurse und Feiern. Der Jugendtreff bot nicht nur Freizeitaktivitäten, sondern auch Hilfestellung für Teenager an – etwa beim Eintritt in das Berufsleben oder bei persönlichen Problemen in Familie, Schule oder Freundeskreis.