mASSNAHMEN IN oBERWÖHR

Lücke im Hochwasserschutz bald geschlossen

von Redaktion

Ein Drittel der notwendigen Hochwassermauer am Turner Weg in Oberwöhr steht bereits. Weitere Schutzmaßnahmen sind in Gange. Das Wasserwirtschaftsamt signalisiert: alles läuft termingerecht.

:Rosenheim – Die Bauarbeiten des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim am Turner Weg kommen gut voran. Sie freue es, dass die Arbeiten zum Hochwasserschutz so reibungslos und termingerecht ablaufen würden, erklärte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer bei einer Baustellenbesichtigung mit Paul Geisenhofer, dem Leiter des Wasserwirtschaftsamts Rosenheim, und Projektleiter Florian Braun.

Beim Hochwasser 2013 war Geisenhofer zufolge speziell Oberwöhr ein Brennpunkt des Geschehens mit sehr hohen Schäden gewesen. Mit diesem Lückenschluss und den bereits gebauten Hochwassermauern in Kolbermoor und weiter stromaufwärts, werde das Hochwasserrisiko für den Stadtteil nun wesentlich reduziert. Der Behördenleiter wies jedoch darauf hin, dass trotz aller Baumaßnahmen an der Mangfall bei Extremhochwässern immer ein Risiko bestehen bleibe, das mit technischen Schutzmaßnahmen nicht beherrschbar sei. Aus diesem Grund sollten die Bürger insbesondere auch in den geschützten Bereichen Vorsorgemaßnahmen treffen. Dazu zählen unter anderem eine angepasste Bauweise und der Abschluss von Versicherungen gegen Hochwasserschäden.

Weg zum Auwald weiter begehbar

Projektleiter Florian Braun fungiert auch als direkter Ansprechpartner vor Ort für die Bürger, denen er für ihr Verständnis bei allen Einschränkungen während der Bauzeit dankte. Die Behinderungen durch die Bauarbeiten im Straßen- und Fußgängerverkehr versuche man gering zu halten. Die Beschilderungen müssten aus Sicherheitsgründen unbedingt befolgt werden. Entlang des Turner Weges bis hin zur Wertstoffinsel werden insgesamt 460 Meter Hochwassermauer gebaut. Ein Drittel der Mauer steht bereits. Für das Niederschlagswasser wird entlang der Mauer eine Drainage verlegt, die zum Pumpwerk am Auerbach führt. Ein neuer Weg zur Unterhaltung der Mauer und für die Erreichbarkeit im Hochwasserfall wird zwischen den Häusern und der Mauer entstehen. Der Weg in den Auwald zur Mangfall wird weiterhin begehbar sein. Nur bei drohendem Hochwasser wird dieser mit sogenannten mobilen Dammbalken verschlossen.

Die Bauarbeiten werden im Herbst abgeschlossen. Kosten: rund zwei Millionen Euro. Daran beteiligt sich die Stadt mit 40 Prozent.re

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