Mädchenrealschule eröffnet Café Fair

Kaffeetrinken mit Botschaft

von Redaktion

Acht Schülerinnen der städtischen Mädchenrealschule haben mit Unterstützung ihrer Wahlfachleiterin Anette Dippold das „Café Fair“ an ihrer Schule errichtet. Hier werden die jungen Frauen einmal wöchentlich vor allem nachhaltige, regionale und fair gehandelte Produkte anbieten.

Rosenheim – Zweiter Stock. Städtische Mädchenrealschule. Kaffeegeruch liegt in der Luft. Die Schülerinnen des Wahlfachs „Fair Trade“ – Annamaria, Charlene, Elisabeth, Josephine, Letizia, Leonie, Maya und Steffi – betrachten stolz den Kaffeeklatsch an den Tischen. Auf ihren schwarzen Schürzen steht in pinker Schrift „Café Fair“.

Die Stimmung ist gut. Unter den zahlreichen Gästen befinden sich auch Dr. Beate Burkl, die Dritte Bürgermeisterin und Vorsitzende des Fördervereins Fairtrade-Stadt Rosenheim sowie Vertreter der Sparkassenstiftung Zukunft für die Stadt Rosenheim und des Fördervereins der städtischen Mädchenrealschule. „Für so ein tolles Projekt kann man sich schon einsetzen“, bedankte sich Schulleiterin Magdalena Ramm bei den Sponsoren und fügte an ihre Schülerinnen gewandt hinzu: „Es ist nicht selbstverständlich, sich auch außerhalb des Unterrichts so zu engagieren.“

Zu Beginn des Schuljahrs haben die acht Schülerinnen die Mission „Café Fair“ in Angriff genommen. „Am Anfang haben wir vor allem Informationen über den fairen Handel gesammelt“, so Maya, Mitschülerin Elisabeth fügt hinzu: „Außerdem haben wir alle gemeinsam einen Kaffeemeisterkurs gemacht und ein Kaffeemuseum besucht.“

Auch Wahlfachleiterin Anette Dippold zeigte sich begeistert von der Arbeit ihrer Schützlinge: „Wir wollen mit dem Café der Schülerschaft Fair-Trade-Produkte schmackhaft machen und für das Thema des fairen Handels sensibilisieren.“

Das Fairtrade-Café passt, wie auch Burkl anmerkte, hervorragend zu Rosenheim, denn die Kommune ist seit dem 30. September 2016 eine Fairtrade-Stadt. „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern“, zitierte Burkl ein afrikanisches Sprichwort und endete mit den Worten: „Ihr habt heute einen richtig großen Schritt gemacht.“

Symbolisch wurde das kleine Café mit den schwarzen Möbeln mit dem Durchschneiden des roten Bandes eröffnet. Große Freude darüber gab es auch bei den acht Initiatorinnen. „Ich hätte nicht gedacht, dass unser Café so gut ankommt“, so Maya. Annamaria fügte hinzu: „Es ist toll, zu sehen, dass sich die ganze Mühe gelohnt hat. Mit Kaffee, Gebäck und guter Laune war die Eröffnung, nicht nur für die Schülerinnen, ein voller Erfolg.

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