Rosenheim – In Bayern wird die Digitalisierung in vielen Bereichen durch gesetzliche Rahmenbedingungen beschleunigt. Diese Initiative erreicht jetzt die Breitbandkabelnetze. So gibt die bayerische Landeszentrale für neue Medien durch das Mediengesetz vor, dass im Laufe des Jahres 2018 in den Kabelnetzen von analoger auf digitale Einspeisung umgestellt werden muss. Spätestens ab 1. Januar 2019 dürfen analoge Rundfunksignale über Kabelnetze nicht mehr verbreitet werden.
In den Kabelnetzen des städtischen Telekommunikationsanbieters Komro findet die Umstellung auf ausschließlich digitalen TV- und Radio-Empfang in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August statt. Auf diesen Schritt hat die Komro in den vergangenen Wochen in ihrer Öffentlichkeitsarbeit umfangreich aufmerksam gemacht. „Den Zeitpunkt für die Umstellung haben wir bewusst auf einen eher nutzungsschwächeren Zeitpunkt nach der Fußball WM, aber noch vor dem Herbst gelegt“, so Frank Pauler, Marketingleiter der Komro GmbH.
Ab 2019 in der Stadt flächendeckend Bandbreiten bis
1000 Mbit/s
Geschäftsführer Gert Vorwalder ergänzt: „Für die Komro ist die Abschaltung der analogen Kanäle ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Gigabit-City Rosenheim: Ab 2019 werden wir in Rosenheim flächendeckend, auch für Privatkunden, Internetbandbreiten bis 1000 Mbit/s anbieten. Eine technische Voraussetzung für die neuen Internetgeschwindigkeiten ist die Nutzung der freigewordenen Frequenzen der analogen Programme. An der Programmvielfalt für unsere TV- und Radiokunden ändert sich dabei nichts – im Gegenteil, diese wird sogar beständig erhöht. Wer bisher seine Programme analog empfangen hat und nun auf Digitalempfang umsteigt, bekommt ohne monatlichen Mehrpreis eine neue Vielfalt geboten – in wesentlich besserer Qualität.“
Nutzen Bürger für den Radioempfang einen digitalen Kabel- oder Internetreceiver, ändert sich am 1. August nichts. Die Komro weist darauf hin, dass schon vor der Abschaltung alle analog ausgestrahlten Radioprogramme parallel auch digital im Komro-Kabel zu finden sind.
Wenn Radio oder Stereoanlage direkt mit der Radiobuchse der Kabelanschlussdose verbunden sind, besteht Handlungsbedarf. Die Komro empfiehlt, die Radioprogramme künftig über einen digitalen Kabelreceiver zu empfangen und diesen direkt mit der Stereoanlage zu verbinden.
Kabelnutzer seien in puncto Komfort und Empfangsqualität bei jeder Witterung auf der sicheren Seite. In jedem Wohnraum mit Kabelanschlussdose ständen mehr als 300 TV- und Radioprogramme zur Verfügung, so Pauler. Ein Großteil davon, rund 100 TV und 80 Radiosender, seien in Rosenheim empfangbar, betont die Komro. Häufig sei der Komro-Kabelanschluss in den Mietnebenkosten enthalten. Außerdem könne der Anschluss mit einem schnellen Internet- und Telefonanschluss über das Glasfaser-Kabelnetz der Komro kombiniert werden.
Informationen zur Umstellung: Komro Kundenzentrum,
Am Innreit 2, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 Uhr bis 17 Uhr, Mittwoch 9 Uhr bis 14 Uhr, Telefon 08031 365-2418.