Geschichten von Bettschuhen und Hörgeräten

von Redaktion

Wochenlang hatten sich zehn Schüler vorbereitet, um Senioren aus dem Altenheim St. Martin einen Nachmittag voller abwechslungsreicher Texte mit viel Möglichkeiten zur Erinnerung zu bieten.

Rosenheim – Leseförderung ist eine Herzensangelegenheit von Schulleiter Wolfgang Forstner (Johann-Rieder Realschule), der auch weiß, wie schwierig es ist, gerade Jungen fürs Lesen zu begeistern. Deshalb war es für ihn keine Frage, die Aktion der Lese-AG „Schüler lesen für Senioren“ erneut zu unterstützen.

Im Gepäck der Kinder waren nicht nur Bücher für Senioren und Demenzkranke – Musiklehrer Jürgen Gieck am Keyboard und Dr. Josef Abtmeier als leidenschaftlicher Bratschenspieler bereicherten die Veranstaltung mit musikalischen Darbietungen. Es gab neben Geschichten von Bettschuhen, altertümlichen Telefonapparaten, VWs und Hörgeräten auch „Plaisir d’amour“ und „Moon River“ zu hören. Für die notwendige Selbstsicherheit der jungen Leser sorgte Schulhund „Shabba“, der sich mit Lehrerin und Hundeausbilderin Stefanie Hermannsdörfer unter die gesellige Runde gemischt hatte.

Auch 2018/19 wieder Lese-Fußballklasse

Die Veranstaltung im Innenhof des Caritas-Heims war der Abschluss einer Aktion, die den Fünft- und Sechstklässlern vor Augen führen sollte, wie kurzweilig das Beschäftigen mit Büchern und Zeitungen sein kann. Dazu hatte es ein Projekt gegeben, bei dem Lesefreude durch Vorlesen, Lesen beim Sport und durch einen Bücherflohmarkt geweckt wurde. Das heuer erstmals angebotene Lesen in der Sporthalle stützt sich auf Erkenntnisse aus der Neurologie, dass Bewegung die Hirntätigkeit anregt und damit das Gedächtnis und die Fähigkeit zur Informationsaufnahme und Konzentration fördert. So wird es im neuen Schuljahr wieder eine Lese-Fußballeingangsklasse geben, in der ballbegeisterte Jungen neben verstärkter Möglichkeit zur Bewegung motivierende Texte und Aufgaben für Sportbegeisterte geboten bekommen.

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