Rosenheim/Traunstein – Großer Empfang in Rosenheim für den neuen ehrenamtlichen Präsidenten des Malteser Hilfsdienstes in Deutschland: Obwohl der Besuch von Georg Khevenhüller an einem Werktag in der Urlaubszeit stattfand, empfingen die Rosenheimer Malteser ihn mit sechs Schüssen der Söllhubener Böllerschützen und einer Aufstellung von Helfern und Einsatzfahrzeugen im Hof des Malteserhauses.
Horst Rapphahn, Leiter Einsatzdienste, begrüßte den erst im Juni neu gewählten Präsidenten in Vertretung des ebenfalls neuen Stadt- und Kreisbeauftragten, Guido von Rohr. Khevenhüller, der besonders die Situation der Ehrenamtlichen in der katholischen Hilfsorganisation persönlich kennenlernen möchte, nahm sich Zeit für Gespräche mit allen Anwesenden. Anschließend ließ er sich die Dienststelle zeigen und informierte sich über die vielfältigen Dienste, die die Malteser in Stadt und Landkreis leisten.
Der Präsident zeigte sich sehr erfreut über das junge und motivierte Team der Rosenheimer Malteser und beeindruckt von deren Leistungsfähigkeit: „Während meines Besuchs gab es einen Alarm aufgrund eines größeren Unfalls. Die Mannschaft war umgehend startklar“, lobte er.
Zum Einsatz der Helfer kam es allerdings nicht, weil sich die Lage als weniger dramatisch herausstellte und die Integrierte Leitstelle die Alarmierung wenig später aufhob. Erst wenige Tage zuvor hatten die Malteser über die Landkreisgrenzen hinaus beim „Flughafen-Chaos“ in München ausgeholfen, indem sie kurzfristig zahlreiche Notbetten für die gestrandeten Fluggäste zur Verfügung stellten.
Damit die Kultur des Helfens auch noch mehr Jugendlichen nahegebracht werden kann, wünschte sich Khevenhüller die Gründung weiterer Malteser-Schulsanitätsdienste in der Region. „Freiwilliges Engagement kann viel und manchmal sogar mehr bewirken als bezahlte Dienstleistungen, und es stärkt den Zusammenhalt in unserem Land“, so seine Devise.
Im Anschluss reiste Khevenhüller in Begleitung von Landes- und Diözesangeschäftsführer Christoph Friedrich und Bezirksgeschäftsführer Florian Pohl weiter nach Traunstein, wo er sich ebenfalls mit Führungskräften und Helfern der ehrenamtlichen Malteser Dienste traf.re