„Ein Tierheim baut man nicht alle Tage“

von Redaktion

Noch zahlreiche komplexe Planungsschritte sind vor dem Beginn zu bewältigen

Rosenheim – Es war das große Thema beim Sommerfest des Tierschutzvereins auf dem großen Hundeplatz hinter dem Gebäude: der Neubau. Denn schon bald werden hier die Bagger anrollen. Deshalb war an diesem Tag nicht nur die Besichtigung der Tierhäuser mit den tierischen Bewohnern von Interesse, sondern auch der Blick auf die Neubaupläne, der den Besuchern ermöglicht wurde. Projektleiter Hartmut Uttscheid stand den ganzen Nachmittag für Auskünfte zur Verfügung.

Viele Auflagen sind bei der Planung einzuhalten

Das Gebäude des neuen Tierheims wird etwas weiter nach hinten im Gelände versetzt, weshalb der derzeitige Tierheimbetrieb während der Bauphase fortgesetzt werden kann. Neben Hunde- und Katzenhaus gibt es ein doppelstöckiges Hauptgebäude, in dem neben der Verwaltung auch die Katzenquarantäne, Kleintierstation, Krankenstation und ein Tierarztraum vorgesehen sind. Zusätzlich gibt es ein Lager zur Anlieferung des Tierfutters und zur Energieversorgung. Von dort aus sind alle Tierhäuser bequem zu erreichen.

Mittlerweile wurden die Pläne mehrfach angepasst – nach Gesprächen mit dem Veterinäramt und Abstimmungen mit der zuständigen Behörde, dem bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie den Spezialisten des Deutschen Tierschutzbunds. Auch musste im Vorfeld genau die schwierige Bodenbeschaffenheit untersucht werden.

Dazu stellt die Erste Vorsitzende Andrea Thomas fest: „Es ist uns sehr wichtig, dass bei Baubeginn alles so detailliert geplant wurde, dass wir keine Probleme bekommen. Dieses Tierheim ist ein zukunftsweisendes Projekt für Stadt und Landkreis Rosenheim und wir sind sehr stolz, dieses längst überfällige Bauvorhaben nun realisieren zu können. Viele Tierfreunde fragen uns häufig, wann wir endlich mit dem Bau beginnen, aber ein Tierheim baut man nicht alle Tage und es gibt auch viele Auflagen im veterinärmedizinischen Bereich, die wir korrekt einhalten werden. Hier wurden wir immer wieder bei der Planung überrascht, welche Details noch berücksichtigt werden müssen.“

Der nächste Schritt sei die Genehmigungsplanung. Aktuell würden die Fachplaner für Statik, Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektrik gemeinsam mit den Architekten auf Hochtouren arbeiten, damit die Bauphase bald beginnen könne, teilt Thomas zum Ablauf weiter mit. Sie hofft, dass Ende dieses Jahres der Baustart stattfinden kann.

Die notwendigen Investitionen werden auf etwa vier Millionen Euro geschätzt – ohne das spezifische, kostenintensive Inventar. Der Tierschutzverein hat eine zweckgebundene Erbschaft, die nur für den Bau verwendet werden darf, in Höhe von 2,9 Millionen Euro erhalten. „Wir hoffen bei den Ausschreibungen auf ein preisliches Entgegenkommen vieler tierlieber Unternehmer aus der Region, damit der Tierschutzverein letztendlich das Projekt wirklich finanziell stemmen kann“, so die Vorsitzende weiter.

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