City-Report Rosenheim 2018 des IVD-Instituts

Kaufpreise für Eigenheime ziehen an

von Redaktion

Der soeben veröffentlichte City-Report Rosenheim 2018 analysiert die Entwicklung auf dem Wohnimmobilienmarkt der Stadt und gibt Auskunft über das aktuelle Kauf- und Mietpreisniveau. Die Tendenz im Eigenheimbereich geht demnach deutlich nach oben.


Rosenheim
– „Die Differenz zwischen der Entwicklung der Kauf- und Mietpreise geht in Rosenheim immer weiter auseinander“, so Professor Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts. „Dieser Trend wurde im Frühjahr 2018 bestätigt. Die Mietpreise steigen nicht in dem Maße wie die Kaufpreise. Die höchsten Anstiege gegenüber Herbst 2017 wurden mit plus 7,8 Prozent bei neu errichteten Reihenmittelhäusern, plus 5,4 Prozent bei Bestandswohnungen und plus 5 Prozent bei neu errichteten Doppelhaushälften ermittelt, gefolgt von Einfamilienhäusern mit plus 4,8 Prozent.“

Besonders im Fünf-JahresVergleich wird der Anstieg der Kaufpreise gegenüber den Mieten deutlich. Im Vergleich Frühjahr 2013 zum Frühjahr 2018 legten die Kaufpreise für Eigentumswohnungen/Bestand in Rosenheim um rund plus 59 Prozent zu, freistehende Einfamilienhäuser um plus 50 Prozent und für Mietwohnungen/Bestand um plus 28 Prozent.

Das derzeitige Kaufpreisniveau für ein freistehendes Einfamilienhaus liegt in Rosenheim bei durchschnittlich 745000 Euro. Für eine Doppelhaushälfte/Bestand werden im Durchschnitt 610000 Euro und für ein Reihenmittelhaus/Bestand 493000 Euro bezahlt.

Eine Eigentumswohnung aus dem Bestand kostet im Frühjahr 2018 genau 3430 Euro/Quadratmeter und eine neu errichtete Eigentumswohnung 4440 Euro/Quadratmeter (jeweils auf den guten Wohnwert bezogen).

„Bei günstigen Wohnungen ist ein ständig zunehmender Bedarf auf bereits hohem Niveau vorhanden“, so IVD-Regionalbeirat Johann Hainz. „Das Objektangebot ist in diesem Segment jedoch sehr begrenzt. Zu den wichtigsten Ursachen der Wohnraumknappheit gehören unter anderem neben den steigenden Baulandpreisen auch immer höhere investitionsintensive Anforderungen an Neubauten oder Sanierungen von Häusern, die die Entstehung von preisgünstigem Wohnraum massiv erschweren.“

Mehr Angebote in allen Segmenten entschärft Situation

Angriffe in die Marktmechanismen und immer neue verschärfte Bauvorschriften führen zu keiner Lösung der Wohnraumknappheit. Nur die Vermehrung des Angebots in allen Segmenten, unter anderem durch preiswerteres Bauen, kann diese Situation entschärfen.

Im Frühjahr 2018 liegen die Mieten für Altbauwohnungen bei 9,70 Euro/Quadratmeter und für Bestandswohnungen bei 10,70 Euro/Quadratmeter. Neubauwohnungen werden zu Quadratmeterpreisen von 11,70 Euro/Quadratmeter vermietet (jeweils auf guten Wohnwert bezogen).

Für eine Doppelhaushälfte aus dem Bestand werden aktuell 1470 Euro und für eine neu errichtete Doppelhaushälfte 1540 Euro bezahlt. Reihenmittelhäuser aus dem Bestand zur Miete liegen durchschnittlich bei 1410 Euro und Reihenmittelhäuser/Neubau bei 1470 Euro (jeweils auf den guten Wohnwert bezogen).

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