Rosenheim/Benin – Die Sportler erwerben dabei vielfältige Kompetenzen wie Organisationsfähigkeit, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Der Sportplatz als Lernort setzt die Bedeutung von Bildung in einen globalen Zusammenhang, der Fokus liegt auf der Begegnung von unterschiedlichen Kulturen auf Augenhöhe. Das Fußball-Camp soll damit zu einer Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit beitragen. Die jungen Leute erfahren, wie die Partner aus dem jeweils anderen Land leben und denken, vorherrschende Vorurteile in Bezug auf Armut und Reichtum können überdacht und revidiert werden.
Startklar Soziale Arbeit und der Sportbund Rosenheim veranstalten bis zum 3. September ein Fußball-Camp für fußballinteressierte junge Menschen aus Rosenheim und Benin. Der Jugendaustausch mit dem westafrikanischen Staat wird gefördert von Engagement Global, einer Abteilung des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Startklar betreibt seit 2016 ein Jugendhilfeprojekt auf Spendenbasis in der Repu-blik Benin. „Schon bei unserem ersten Besuch in Benin haben unsere Partner vor Ort den Wunsch nach einem Fußball-Camp geäußert“, so Geschäftsführer Heinz Schätzel.
Im August 2017 haben sieben Trainer von Startklar ein Fußball-Camp für 40 Kinder und Jugendliche in einer Schule in Calavi, Benin durchgeführt. „Unsere Partnerorganisation in Benin, die École de la Solidaritée und das Bildungswerk West Afrika haben uns dabei sehr unterstützt“, sagt Susanne Ebersberger, die Projektleiterin des Fußball-Camps. „Wir haben beobachtet, dass gerade auch bei den Mädchen eine hohe Begeisterung für Fußball vorhanden ist“, so Ebersberger.
Eine Nachfrage bei Engagement Global in Bonn hat ergeben, dass im Rahmen des Programms „Weltwärts“ Jugendaustauschprojekte gefördert werden, wenn der Fokus darauf liegt, junge Leute aus verschiedenen Kulturen für die Idee des Weltbürgertums zu begeistern. Jetzt treffen sich zwölf junge Leute aus Benin mit zwölf jungen Leuten aus Rosenheim im Alter zwischen 17 und 27 Jahren, um gemeinsam Fußball zu trainieren und gleichzeitig der Frage nachzugehen, welche kulturellen Unterschiede insbesondere im Bereich der Bildung zwischen beiden Ländern bestehen.
Nächstes Jahr werden dann die Rosenheimer nach Benin fahren, um mit ihren Partnern aus Afrika dort ein Fußball-Camp zu organisieren. „Die Begegnung und der Austausch stehen im Vordergrund“ sagt Christian Hlatky, der den Kontakt zwischen Startklar und dem Sportbund Rosenheim hergestellt hat.
Am Freitag, 24. August, findet ab 17 Uhr auf dem Gelände vom Sportbund Rosenheim eine große Party statt, zu der alle interessierten Menschen aus Rosenheim und Umgebung herzlich eingeladen sind.
Anmeldungen vorher unter benin@startklar-soziale-arbeit.de.
Mehr Informationen zum Benin Projekt von Startklar gibt es unter www.startklar-benin.de. re