Führerschein und Pkw-Besitz

Männer scharf auf Autos, Mädels weniger

von Redaktion

Klassisches Klischee: Männer sind scharf auf Autos, Mädels weniger. Das untermauert die Bestandsanalyse des Kraftfahrtbundesamtes für 2018. So haben Mädels bis Mitte 30 häufiger den Führerschein als Jungs, und Jungs mit Führerschein häufiger ein eigenes Auto. In Rosenheim sind 32,9 Prozent der Pkw auf Frauen zugelassen, 50,8 Prozent auf Männer.


Rosenheim
– Der kleine Unterschied in der Zulassungsstatistik wächst aktuell sogar. Im Jahr 2016 lag der Frauenanteil in Rosenheim noch bei 33,1 Prozent, auf Männer waren 50,9 Prozent aller Pkw zugelassen.

Über alle Altersklassen hinweg haben aktuell die Männer 57,9 Prozent aller Führerscheine, die Mädels 42,1 Prozent. Das sind allerdings Bundeszahlen. Beim Thema Führerschein liefert das Kraftfahrtbundesamt (noch) keine Bestandsanalyse auf lokaler Ebene. Deswegen bleibt’s bei der These, dass Mädels wohl unabhängige, auch mal männerfreie Mobilität durchaus zu schätzen wissen und das Auto da genau das Richtige ist.

Dazu passt, dass es in den letzten Jahren zwar einen leicht sinkenden Zuwachs bei den Führerscheinen gab, aber zum einen per 1. Januar 2018 mit über 38,8 Millionen Führerscheinen ein neuer Rekord erreicht wurde und zum anderen der Zuwachs bezüglich der Mädels in den letzten Jahren stets höher als bei den Jungs war.

Um die lokale Entwicklung zu beschreiben, lässt sich die Besitzverteilungsanalyse des Kraftfahrtbundesamtes, die einmal im Jahr erstellt wird, zu Hilfe nehmen. Sie kennt drei Besitz-Bereiche: Männer, Frauen, Firmen. Daraus ergibt sich die erste Unwägbarkeit, wenn es um die Interpretation des männlichen und des weiblichen Verhältnisses zum und Anteil am Autobesitz geht: Bei den Firmenwagen gibt’s keine Unterschiede nach Geschlecht, Männer und Mädels kommen je nach Job in den Genuss dieser Karossen.

Aktuell gilt auf der Basis der 2018er-Zahlen folgende Verteilung: Männliche Halter haben 17369 der Pkw (das sind 50,8 Prozent, Vorjahr: 50,6 Prozent). Auf Firmen waren 5541 Pkw zugelassen (16,2 Prozent, Vorjahr 16,3 Prozent). 11257 oder 32,9 Prozent der in Rosenheim zugelassenen Pkw (Vorjahr: 33,1 Prozent) haben eine Halterin.

Verglichen mit dem Vorjahr stieg die Zahl der Frauen mit eigenem Auto damit um 75 (plus 0,7 Prozent), bei den Fahrzeughaltern von 2016 auf 2017 um 277 (plus 1,6 Prozent). Bei den Firmen kletterte die Zahl der Firmen-Pkw um 45 (plus 0,8 Prozent).

Etikett Frauenauto:

Da steigen nur

wenige Männer ein

Und wer fährt was? Wo das Etikett Frauenauto drauf- klebt, steigen wenige Männer ein, soweit sind sich die Experten einig. Eine gute Quelle für die Antwort ist auch die Aral-Studie „Trends beim Autokauf“. Sie stellt bei der Damenwelt eine Änderung im Kaufverhalten fest: „Wollten vor zwei Jahren noch 27 Prozent der potenziellen Käuferinnen einen Kleinwagen, sind es jetzt nur noch sechs Prozent.“ Und: „Für den größeren Verkaufsanteil der SUV sind vor allem die Älteren verantwortlich. Jeder Fünfte in der Gruppe der über 40-Jährigen will sein nächstes Auto in diesem Segment auswählen. Bei den 18- bis 39-Jährigen gilt das nur für elf Prozent.“zds.

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