Rosenheim – Empört haben zahlreiche OVB-Leser auf die Tatsache reagiert, dass Asylbewerber zu vergünstigten Preisen das Wiesn-Boxen besuchen durften, einheimische Bedürftige jedoch anscheinend nicht.
Der Veranstalter, der DJK Bavaria Rosenheim, steht jedoch hinter der Preisgestaltung. „Wir sind ein Verein der Integration“, erläutert Erster Vorsitzender Günther Ziegler auf Anfrage. Über den Sport gelinge diese Integration besonders gut, dafür sei der Verein ein gutes Beispiel. Zwei Asylbewerber, die hier trainieren, hatten sogar im Wettkampf mitgeboxt.
Nur drei Euro zahlten neben Asylbewerbern auch Jugendliche, Behinderte und Vereinsmitglieder. Rentner kamen zu fünf statt zehn Euro in die Arena in der Ochsenbraterei der Auerbräu-Festhalle. Weitere Ausnahmen wären dem Verein als Veranstalter zu viel geworden, so Ziegler. „Da werden wir nicht mehr fertig mit den Ausweiskontrollen am Eingang.“ Doch natürlich würden am Eingang individuelle Ausnahmen gemacht – etwa, wenn ein Besucher überzeugend darstelle, dass er bedürftig sei.
Beschwerden über die Gestaltung der Eintrittspreise an den Kassen habe es keine gegeben, so Ziegler. Für die Besucher zähle vor allem eins: der Sport. „Wir hatten gute Kämpfe, das zählt.“ duc