Versammlung für die Kastenau?

von Redaktion

Bürgerversammlung Ost auch mit Informationen zur Bebauung BayWa-Wiese

Mit rund 100 Besuchern war der Saal bei der Versammlung für Rosenheim- Ost voll besetzt. Die Kastenau war mit nur einem Bewohner vertreten. Gabriele Bauer überlegte deshalb, ob für diesen Stadtteil zukünftig nicht eine neue Einteilung bei den Bürgerversammlungen sinnvoll wäre. Sie dachte dabei an die Stadtteilkirche Rosenheim-Inn, die die Kastenau bereits seit zehn Jahren mit St. Nikolaus und St. Hedwig zusammenfasst.

Feuerwehrhaus: Neubau in Sicht

Rosenheim – Seit vielen Jahren hofft die Happinger Feuerwehr auf ein neues Feuerwehrhaus. Bei der Stadt Rosenheim ist man sich der Dringlichkeit sehr wohl bewusst. Bisher fand sich aber kein geeignetes Grundstück. Jetzt ist „Land“ in Sicht. „Nach langem Ringen haben wir ein passendes Grundstück gefunden“, sagte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (CSU) bei der Bürgerversammlung Ost im Pfarrzentrum Heilig Blut.

Wo die Fläche liegt, dazu machte die Stadtverwaltung noch keine Angaben. Bauer zeigt sich aber zuversichtlich, dass es nun bald zum ersten Spatenstich kommen kann. „Ich freue mich, wenn ich noch während meiner Amtszeit den Neubau erleben darf“, so die Oberbürgermeisterin.

„Ohne die Feuerwehr Happing könnten wir nicht leben“, betonte sie. Schließlich sei diese die Stadtteilwache mit den meisten Einsätzen. Über 800 Einsatzstunden werden jährlich ehrenamtlich bewältigt.

Diesem hohen, ehrenamtlichen Engagement wird das alte Feuerwehrhaus gleich neben der Kirche nicht mehr gerecht.

Beim sogenannten Reschenhof in der Eichfeldstraße ist dagegen noch keine Lösung in Sicht. Die Streitigkeiten zwischen dem Eigentümer und der Stadt bezüglich einer Nutzungsänderung gehen nun vor dem Oberlandesgericht in eine neue Runde.

Daueraufreger

Kufsteiner Straße

Daueraufreger bleibt der geplante Ausbau der Kufsteiner Straße. Zu diesem Thema gingen bei der Bürgerversammlung wieder viele Fragen ein. „Als ich Oberbürgermeisterin wurde, sagte man mir, dass ich den Ausbau der Kufsteiner Straße in meiner Amtszeit nicht erleben werde“, erzählte Gabriele Bauer. Nun zeichnet sich ab, dass es wohl tatsächlich so kommen werde. Dreh- und Angelpunkt bei diesem Bauvorhaben ist die Eisenbahnüberführung. Ihren Neubau für 2022 hält die Stadtverwaltung für eine sehr optimistische Zeitschätzung. Im Publikum wurden einige Stimmen laut, die die Notwendigkeit eines vierspurigen Ausbaus grundsätzlich infrage stellten. „Bei vier Spuren werden noch mehr Leute als bisher mit dem Auto in die Stadt fahren. Dabei sollte man doch versuchen, vom Auto wegzukommen. Vielleicht sind in Zukunft viel mehr Fahrräder oder E-Bikes unterwegs“, gab eine Zuhörerin zu bedenken und erntete dafür Applaus. Eine andere Teilnehmerin der Bürgerversammlung schlug vor, lieber mehr Park-and- Ride-Parkhäuser am Stadtrand zu bauen, als die Kufsteiner Straße auf vier Spuren zu erweitern.

Die ursprünglichen Planungen für den Ausbau der Kufsteiner Straße stammen aus dem Jahr 1996. „Seitdem hat sich vieles verändert“, meinte Gabriele Bauer. Sie deutete deshalb an, dass man sich mit dieser Thematik vollkommen neu auseinandersetzen muss.

Wald nicht weiter ausdünnen

Auch die BayWa-Wiese sorgt seit Jahrzehnten immer wieder für kontroverse Diskussionen. Jetzt steht fest, wie es damit tatsächlich weitergeht: Ein neues Wohnquartier wird entstehen. Die GRWS plant unter anderem auf Teilflächen rund um das Bürgerhaus 100 Wohneinheiten. Zwei Drittel sollen nach Kriterien des sozialen Wohnungsbaus gefördert werden. Außerdem soll es eine Kindertagesstätte geben, so die Informationen bei der Bürgerversammlung.

Für Aufregung in der Kastenau sorgten zu Beginn dieses Jahres Baumfällungen auf einer Waldfläche der Erzdiözese München-Freising zwischen dem Ortsteil und der viel befahrenen Umgehungsstraße. „Der Wald muss unbedingt erhalten bleiben und darf keinesfalls weiter ausgedünnt werden, schon aus Gründen des Lärmschutzes“, meinte der Besucher aus der Kastenau und bat um Hilfe der Naturschutzbehörde. Die Stadt sagte ihm zu, sich diesbezüglich mit der Erzdiözese in Verbindung zu setzen.

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