Kiefersfelden – Einen mutmaßlichen Schleuser hat die Bundespolizei auf der Inntalautobahn festgenommen. Dem 20 Jahre alten Afghanen wird vorgeworfen, sechs Iraker in einem nicht versicherten Auto mit fünf Sitzplätzen illegal über die Grenze gebracht und dafür Geld genommen zu haben. Das Amtsgericht Rosenheim hat für den Afghanen Untersuchungshaft angeordnet. Wie die Bundespolizei mitteilt, handelt es sich bei den Geschleusten um eine Familie mit kurdischer Abstammung. Zu ihr gehören, neben Vater (37) und Mutter (31), vier Kinder im Alter von einem, drei, sieben und zwölf Jahren. Die Kinder saßen ohne Kindersitz im Wagen, das jüngste lag auf dem Schoß des Vaters, der auf der Rückbank saß. Die Familie hatte für die Schleusung offensichtlich 14500 Euro bezahlt. Die Familie wurde an eine Aufnahmeeinrichtung weitergeleitet. Der mutmaßliche Schleuser sitzt bereits im Gefängnis und wird sich in Kürze vor Gericht verantworten müssen. Unter anderem auch, weil die Bundespolizei im Wagen eine kleinere Menge Haschisch gefunden hat.