Weitere Resolution gegen neue Trassen

von Redaktion

Nach SPD: Grüne lehnen Nordzulauf ab

Rosenheim – Nach der SPD hat jetzt auch die Stadtratsfraktion der Grünen eine Resolution gegen den Nordzulauf zum Brennerbasistunnel gefordert. Mit Stadträtin Maria Klausner-Knott (FDP) und Stadtrat Horst Halser (ÖDP) fordern die Grünen in einem Antrag: „Keine neuen Bahntrassen durch Rosenheim.“

Der Stadtrat soll sich, so die Grünen in ihrem Antrag, gegen neue Zubringer zum Brennerbasistunnel aussprechen – ausdrücklich auch dann, wenn diese nicht über Rosenheimer Stadtgebiet, sondern über das Gebiet der Umlandgemeinden geführt werden sollten. Stattdessen müssten die politischen Mandatsträger im Land, Bund und in Europa aufgefordert werden, sich für eine nachhaltige Verkehrspolitik einzusetzen.

Obwohl 2012 im Staatsvertrag zwischen Deutschland und Österreich zugesagt worden sei, dass in Abständen von fünf Jahren Verkehrszahlen als Bedarfsnachweis für ein drittes und viertes Gleis vorgelegt würden, fehle bis heute der Nachweis für eine Kosten-Nutzen-Rechtfertigung. Der Güterverkehr auf der Schiene stagniere. Verkehrspolitische Maßnahmen, die den Verkehr von der Straße auf die Schiene bringen sollen, seien ebenso wenig in Sicht wie ein Ausbau des viel längeren Südzulaufs, sind die Grünen überzeugt. Dennoch drohe die Region durch den Bau zweier Hochgeschwindigkeitsgleise, durch Verknüpfungsstellen und Anbindestrecken eine Flächenversiegelung und Lebensraumzerstörung.

Der Rosenheimer Stadtrat müsse deshalb in einer Resolution zum Ausdruck bringen, dass die Notwendigkeit eines solchen Mammut-Projektes vor dem Hintergrund der zu erwartenden Kosten und der Zerstörung von Lebensraum auf der einen Seite und dem nur sehr geringen Ertrag für die Verkehrsentlastung auf der anderen Seite nicht gegeben sei. Auch die oft ins Spiel gebrachten Tunnellösungen würden nichts daran ändern.re

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