Rosenheim – Der SPD-Ortsverein Erlenau/Westerndorf St. Peter hat sich in seiner Herbstversammlung intensiv mit den Verkehrsproblemen am nördlichen Stadtrand befasst.
Die Anwohner der Schlößlstraße würden zu Recht eine zunehmende Verkehrsbelastung durch die Zufahrt zur Westtangente befürchten. Radfahrer würden einen fehlenden gesicherten Radweg in Westerndorf beklagen. In der Schlößlstraße konnte auf Antrag der SPD die Belastung durch Einführung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 etwas abgemildert werden. Aber in der Westerndorfer Straße sei im neuen Radverkehrsanlagenplan die Priorität für einen Radweg auf „null“ gesetzt worden. „Ein Unding, wenn man sieht, wie hier auf der B15 Radfahrer ungeschützt dem Lkw-Verkehr ausgesetzt sind“, empörte sich die Ortsvereinsvorsitzende Gabi Leicht.
Einzelmaßnahmen an verschiedenen Stellen würden Flickwerk bleiben. Die Stadt müsse endlich in Zusammenarbeit mit dem Landkreis ein Mobilitätskonzept erstellen. Die Zahl der mit dem Pkw pendelnden Autofahrer könne nur durch optimierte Angebote im öffentlichen Nahverkehr verringert werden „Und dazu muss auch der Landkreis seinen Beitrag leisten“, so Leicht weiter.
Zudem gelte es, das Augenmerk darauf zu richten, dass Verkehr gar nicht entstehe. Bezahlbare Wohnungen in Rosenheim und attraktive Arbeitsplätze in Rosenheim könnten das Auspendeln nach München verhindern. Es werde in Rosenheim Zeit, ganzheitlich und nachhaltig zu agieren. „Von heute auf morgen nur einzelne Krisenherde zu bearbeiten ist von gestern und nicht zukunftsführend“, kritisierte Leicht die Politik der letzten Jahre.
Außerdem befasste sich die Versammlung mit den Ergebnissen der letzten Wahlen. Obwohl die Bundespolitik sicher den Wahlausgang in Bayern beeinflusst habe, müsse man trotzdem vor Ort den Wahlkampf analysieren. Es hätten der Schwung und die Zuversicht der Basis gefehlt. Der Bekanntheitsgrad mancher Kandidatinnen habe eine Rolle gespielt. Die amtierende Bezirksrätin Elisabeth Jordan dagegen habe es mit einem sehr respektablen Ergebnis geschafft, wieder in den Bezirkstag einzuziehen.“ Wir hier vor Ort sind in Rosenheim verwurzelt, stehen mit den Bürgern in Kontakt und setzen uns für deren Belange ein. Pessimismus und Wut bringen uns nicht weiter. Wir Rosenheimer Sozialdemokraten stehen für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Kommunalpolitik“, so Leicht in ihrem Schlusswort. re