Das sagen die Bürgerinitiativen zur Resolution des Stadtrates

von Redaktion

„Positive Signale“ seitens der Kommunalpolitik

Rosenheim – Volle Ränge im Rathaus: Viele Bürger verfolgten am Mittwochabend die Stadtratssitzung, bei der es gleich im Punkt eins auf der Tagesordnung um die Resolutionsanträge zum Nordzulauf für den Brennerbasistunnel ging. Die OVB-Stadtredaktion hat die Sprecher der beiden in Rosenheim gegründeten Bürgerinitiativen um Stellungnahmen zum Ergebnis der Beratung gebeten.

Bürgerinitiative „Wasen nicht verbrennern“ (Rosenheimer Süden), Sprecherin Alexandra Linordner: „Erst einmal waren wir begeistert, dass so viele Bürger unserem Aufruf, den Stadtrat zu besuchen, gefolgt sind. Den einstimmigen Beschluss über den Planungsstopp sehen wir als positives Zeichen seitens der Stadträte. Vor allem, dass sich die Parteien nach langer Diskussion auf einen Nenner einigen konnten, sehen wir sehr positiv. Nichtsdestotrotz werden wir als BI weiterhin dafür kämpfen, möglichst viele Bürger zu bündeln, um uns bei der Politik Gehör zu verschaffen. Ein zusätzliches Gleispaar als Schnellbahnstrecke zum Brenner- Nordzulauf wäre für unseren Lebensraum im Rosenheimer Becken und im gesamten Inntal eine Katastrophe, eine unwiederbringliche Zerstörung unserer Heimat für uns und unsere Nachkommen.“

Bürgerinitiative „Brenner Ro“, Rosenheimer Norden, Sprecher Uli Richter: „Aus Sicht der neu formierten Bürgerinitiative Brenner Ro setzte die gestrige Stadtratsdebatte erstmals nach langer Zeit positive Signale für alle, die an einem Erhalt unserer lebenswerten Heimat interessiert sind. Unter erfreulich reger Bürgerbeteiligung entwickelte sich ein zähes Ringen zwischen Befürwortern und Gegnern des Mammutprojekts, das schlussendlich aber einen beinahe schon überraschend positiven Ausgang fand. So sind wir von der BI Brenner Ro äußerst erfreut darüber, dass die anwesenden Stadträte über alle Fraktionsgrenzen hinweg den einstimmigen Beschluss mittragen konnten, wonach sich die Stadt Rosenheim erstmals und ganz explizit dazu positioniert, den Stopp der Planungen für den Brenner-Nordzulauf zu fordern. Hierdurch lassen sich aus unserer Sicht nunmehr die Kräfte der Stadt und des Landkreises Rosenheim weitaus besser bündeln, um das zerstörerische Projekt gänzlich zu verhindern. Hierfür sind allerdings alle Bürger aufgerufen, den notwendigen Druck in Richtung Landesregierung, Bundesregierung und Brüssel zu entfalten und aufrecht zu erhalten.“ re/duc

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