Von Fremden zu Freunden

von Redaktion

Schüler des SFG als Integrationshelfer: Klettern mit jungen Flüchtlingen

Rosenheim – Seit dem Jahr 2015 kommen viele Flüchtlinge aus Krisenregionen nach Europa, speziell nach Deutschland, um Schutz zu suchen und in Frieden und Sicherheit leben zu können. Auch in Rosenheim kamen viele Jugendliche an, in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Das P-Seminar Sport des Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums (SFG) hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, einen Beitrag zur Integration jugendlicher Flüchtlinge zu leisten – mit gemeinsamen Sporterlebnissen, etwa in der Kletterhalle Rosenheim. Dies teilt die Schule mit.

Intensive
Vorbereitung

Die Schüler hatten sich intensiv auf das Projekt vorbereitet. Jeder im Team übernahm eine bestimmte Aufgabe, etwa das Gewinnen von Sponsorengeldern, die Öffentlichkeitsarbeit oder auch die sportliche Organisation. Auch für die logistischen Vorbereitungen war jemand zuständig. Einige Schüler absolvierten außerdem vorbereitend den „Toprope“-Kletter-Sicherungsschein. Zu einem ersten Kennenlernen trafen sich die Teilnehmer des Projekts vorab zu einem Fußballspiel. Das Klettern selbst übten die Jugendlichen anfangs in der Boulderhalle, angeleitet von erfahrenen Schülern des Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums. Dass in der Schülergruppe ein Leistungskletterer dabei war, der Tipps und Anregungen aus jahrelanger Praxis geben konnte, hatte die Aktion besonders spannend gemacht, meldet das Gymnasium.

Erfreulich rasch hätten die Teilnehmer so viel Sicherheit entwickelt, dass bereits beim zweiten Treffen zum Seilklettern übergegangen werden konnte. Hier konnten die stolzen Besitzer des frisch erworbenen Scheins für sicheres Klettern ihre erlernten Fähigkeiten gleich unter Beweis stellen. Es habe sich schnell gezeigt, wie erfolgreich es sein kann, durch gemeinsame sportliche Erfolgserlebnisse Menschen zusammenzubringen und ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu schaffen. Die aus dem Ausland stammenden Jugendlichen zeigten sich über ihre neu entdeckten Talente begeistert und fühlten sich unter den Gymnasiasten sichtlich wohl.

Zum Abschluss des praktischen Teils des sportlich-sozialen Projektes waren alle Teilnehmer zum Schulfest eingeladen. Dort stach das Projekt mit den jungen Geflohenen optisch gleich ins Auge, da die Projektgruppe ein mobiler Kletterturm aufgestellt hatte, an dem sich auch andere Schüler probieren konnten.re

Artikel 10 von 11