Immer mehr Kommunen kopieren den Rosenheimer Adventsbus

von Redaktion

Kostenloses Angebot in vielen Orten sogar an allen Samstagen im Jahr

Rosenheim – Es ist ein Leuchtturmprojekt, das inzwischen weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt ist: der kostenlose Adventsbus in Rosenheim mit Kolbermoor und Stephanskirchen. Auch heuer nutzten wieder Tausende Fahrgäste das Angebot, ohne Fahrschein sowie ohne Stress und Parkplatzsuche beispielsweise zum Christkindlmarkt, in die Innenstadt oder in den Aicherpark zu kommen. Das Fahrgastaufkommen war doppelt so hoch wie an normalen Samstagen. Das Projekt erhielt sogar den zweiten Platz beim Bayerischen Stadtmarketingpreis (wir berichteten).

„Nachahmer“ hat der Rosenheimer Adventsbus bereits deutlich mehr als eine Handvoll: In Landsberg am Lech können an den Adventssamstagen ebenfalls alle Besucher gratis Busfahren, genauso wie in Fürth, Ulm und Neu-Ulm, Bad Homburg, Schwäbisch-Hall, Gmunden (Österreich) sowie testweise in Lübeck und in Bielefeld. Der Stadtrat von Aschaffenburg hat sogar einstimmig beschlossen, Busse und Bahnen ab sofort an allen Samstagen im Jahr gratis zur Verfügung zu stellen. Die Stadt will zudem einen Park-and-ride-Parkplatz am Stadtrand bauen, damit die Menschen nicht mehr mit dem eigenen Auto in die Innenstadt fahren müssen.

Überlegungen zu Gratis-ÖPNV-Projekten gibt es zudem in Tuttlingen (Baden-Württemberg) sowie bezüglich einer Ausweitung der bestehenden Gratis-Trambahn in Würzburg. Auch in Graz können Busse und Straßenbahnen kostenlos genutzt werden – innerhalb der Altstadt und sogar das ganze Jahr über. So weit geht Rosenheim nicht: Die SPD war mit ihrem Antrag, den kostenlosen Bus nicht nur an den Adventssamstagen anzubieten, im Stadtrat trotz Unterstützung durch die Grünen gescheitert. aez

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