Rosenheim – Es soll nach vorne gehen für die City-Golf-Anlage im Rosenheimer Stadtteil Happing. Nach dem verheerenden Brand Anfang Januar hofft Rainer Blum, Geschäftsführer der „City Golf Rosenheim GmbH“, auf einen baldigen Neuanfang für das sieben Hektar großen Areal. Und bittet daher über eine Spendenplattform um finanzielle Unterstützung. Der Erfolg ist nicht schlecht. Doch die Niedergeschlagenheit über die Situation ist Blum deutlich anzuhören.
Geld für
den Wiederaufbau
Unter dem Titel „City Golf Brandanschlag Wiederaufbau“ sind auf der Plattform www.gofundme.com innerhalb von neun Tagen 16550 Euro eingegangen. Bis Redaktionsschluss gestern Abend hatten 84 Menschen gespendet. Alle mit dem Wunsch, dass der Wiederaufbau baldmöglichst gelinge. Das Spendenziel allerdings liegt ein ganzes Stück entfernt: Blum hofft eigentlich auf 35000 Euro. Auf der Plattform schildert er eindringlich, welch fatale Folgen der Brand vom 2. Januar für den Golfplatz hatte.
Die Gerätehalle wurde ebenso ein Opfer der Flammen wie die überdachten Abschläge. Zerstört wurde auch, was in der Halle untergestellt war: Golfwagen, Ballsammel-Maschinen, der Aufsitzmäher und ein Traktor. Auch alles Werkzeug sei an diesem Tag verbrannt, sagt Blum. Für ihn besonders tragisch: Das zerstörte Außengebäude ist nach seiner Aussage nicht vom Versicherungsschutz des Clubhauses abgedeckt. In der Folge hat sich ein „existenzielles Problem“ aufgetan. Den Schaden schätzt Blum auf rund 200000 Euro. Sein Ziel ist es, das Gelände schnellstmöglich vom Brandschmutz zu befreien. Denn erst dann können neue Abschlagplätze entstehen – kann die Zukunft des Platzes sichergestellt werden. Außerdem muss zügig neues Equipment zur Pflege der Anlage gekauft werden. Seinen Hilferuf im Netz beendet Blum mit der Bitte nach einer „freundschaftlichen Unterstützung“ mithilfe einer „freiwilligen Umlage“.
Polizei ermittelt
weiterhin
Wie berichtet, hatte der Verdacht im Raum gestanden, dass es sich bei dem Feuer um einen Brandanschlag handeln könnte. Die Ermittlungen vor Ort seien beendet, teilt gestern ein Polizeisprecher mit. Nun müssen die Spuren aus- und bewertet werden. Eine klare Tendenz gebe es im Moment nicht, ermittelt werde in alle Richtungen. Wann die Untersuchungen abgeschlossen sein werden, ist offen.
Für Geschäftsführer Rainer Blum geht es derweil darum, mit kleinen finanziellen Mitteln Stück für Stück die Anlage wieder instand zu setzen. Sorge macht ihm dabei, dass die Spendenbereitschaft ins Stocken geraten ist. Freunde haben geholfen, weiteres Geld ist offensichtlich schwer zu generieren. Dabei würde es so dringend gebraucht. Allein der Abtransport des Brandschuttes und der defekten Maschinen kostet, nach Aussage von Blum, rund 6000 Euro. Den Wert der verbrannten Maschinen beziffert er auf etwa 60000 Euro. Neue müssten dringend gekauft werden – doch daran mag er gar nicht denken. Auch ein gebrauchter Aufsitz-Traktor oder ein Spindelmäher aus zweiter Hand wären schon eine kleine Rettung. Dazu eine Kettensäge, eine Heckenschere. Außerdem müssen dringend die verkohlten Reste der Halle abgetragen werden. Alles, alles will Blum tun, um zum Saisonstart die Anlage aufsperren zu können. Er braucht Hilfe dabei, sagt, er wolle kein „Bittsteller“ sein – und hofft doch, dass die Menschen verstehen, welch schlimme, ja existenziellen Folgen der Brand vom 2. Januar für ihn hat.
Wer spenden möchte, kann dies über die Plattform tun, unter www.gofundme.com. Oder auch Geld überweisen auf das Spendenkonto: DE 90 7116 0000 0208 1137 77.