„Spüre starke Verbundenheit zur Kirche“

von Redaktion

Interview Dekan Reichel hofft auf nachhaltige Effekte des Jubiläums Am Wasen

Rosenheim – Ein ganzes Jahr lang haben die Rosenheimer das 350. Jubiläum der Rundkirche von Westerndorf gefeiert (wir berichteten). Im Interview mit den OVB-Heimatzeitungen zieht Domkapitular Dekan Daniel Reichel, Pfarrer der Stadtteilkirche Am Wasen, Bilanz – und hofft, dass das Jubiläum noch lange nachwirkt.

Herr Dekan Reichel, welche nachhaltigen Effekte hat das Festjahr auf die Kirchengemeinschaft?

Das lässt sich schwer messen. Was ich aber spüre und auch miterlebe, ist die große Solidarität untereinander und die starke Verbundenheit der Menschen in unserer Pfarrei zur Westerndorfer Kirche. Das macht mich sehr froh.

Steht die Rundkirche mehr im Fokus als zuvor? Gab es Auswirkungen auf den Gottesdienstbesuch?

Die Zeitungsberichte, aber auch Radiobeiträge und Veröffentlichungen in den sozialen Netzwerken haben unsere Kirche im Jubiläumsjahr weit über die Grenzen der Region Rosenheim hinaus bekannt gemacht. Die Beliebtheit und Besonderheit der Westerndorfer Kirche ist unbenommen.

Es sind viele Spenden für die Orgelrenovierung eingegangen. Was geschieht damit und wie ist der aktuelle Stand?

Was damit passiert, ist klar: Alle Spenden für die Orgel kommen auch der Orgelrenovierung zugute. Sobald der finanzielle Eigenanteil der Pfarrgemeinde erreicht ist, wollen wir mit der Restaurierung beginnen. Der aktuelle Stand Anfang Januar liegt bei 33481,44 Euro. Wir brauchen aber noch Spenden und freuen uns über jede Gabe.

Was war für Sie die schönste Veranstaltung im Festjahr 2018?

Ganz klar, der Festgottesdienst zum Patrozinium mit dem anschließenden Pfarrfest. Bei diesem Fest wurde so richtig deutlich, wie viele Menschen sich in unserer Stadtteilkirche engagieren und was wir alles gemeinsam bewegen können. Ich möchte auf diesem Wege allen nochmals von Herzen für ihren Einsatz danken.

Gab es etwas, das nicht so wie geplant funktioniert hat?

Nein, es war alles ganz wunderbar.

Aktuell ist die Trassenfindung für den Brenner-Nordzulauf im Gange. Dabei wird auch auf die Rundkirche als kultureller Schatz hingewiesen. Was wünschen Sie sich für den weiteren Prozess?

Ich wünsche mir eine offene und transparente Debatte und Auseinandersetzung mit diesem Thema, welches die Menschen sehr bewegt.

Was wünschen Sie Westerndorf und der Kirche für die nächsten 350 Jahre?

Viele Menschen, die in der Westerndorfer Kirche beten und zur Ruhe kommen und in ihr einen Ort der Geborgenheit und Heimat finden.

Interview: Martin Aerzbäck

Jubiläumsvortrag

Foto- und Filmvorträge mit Eindrücken vom Festjahr sind am Donnerstag, 7. Februar, zu sehen. Zuerst findet um 19 Uhr ein Abendgottesdienst in der Westerndorfer Kirche statt. Anschließend beginnt die Präsentation im Saal vom benachbarten „Huberwirt“.

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