Rosenheim – Im Rahmen eines EU-Bildungsprojekts „erasmus+“ ist das Lehrinstitut Rosenheim Partner von Bildungseinrichtungen, Verbänden und Industrievertreters aus den drei baltischen Staaten Lettland, Litauen und Estland. Start der Projektarbeit und erstes Treffen der Partner war in Rosenheim, meldet das Lehrinstitut.
Die Zusammenarbeit sei durch Kontakte aus Schulungsaufträgen zustande gekommen, die das Lehrinstitut für die lettische Holzindustrie durchgeführt habe. Organisator dieses EU-Projekts „Skills for Baltic Wood Industry – European Quality in Vocational Education and Training“ ist die Deutsch-Baltische Außenhandelskammer in Riga/Lettland. Ziel solle eine europäisch vergleichbare Ausbildung für mittlere Führungskräfte in der Holzindustrie sein.
Der europäische Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen ist eine Initiative der Europäischen Union, der berufliche Qualifikationen und Kompetenzen in Europa vergleichbarer machen soll. Das Lehrinstitut, das seit 70 Jahren Industriemeister in der Holzbe- und -verarbeitung ausbildet, kann dabei, nach eigener Aussage, „mit einem umfangreichen Wissen zum organisatorischen und inhaltlichen Aufbau einer solchen Weiterbildung beitragen“.
Das Treffen in Rosenheim wurde unterstützt vom Geschäftsführer der IHK Rosenheim, Wolfgang Janhsen, der einen Vortrag zum Thema Aus- und Weiterbildung aus Sicht der IHK hielt. Bei einem Besuch der Berufsschule I und einem Rundgang durch die neuen Werkstätten, informierte der Schulleiter, Oberstudiendirektor Reinhard Pobel, über das duale Ausbildungssystem. Am zweiten Tag des Besuchs erarbeitete die baltische Delegation in einem Workshop die Basis der dortigen beruflichen Bildung.re