Rosenheim – Ein geballtes Fachwissen mit großer Liebe zum Detail zeichnete Günter Förg aus, der in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 64 Jahren unerwartet gestorben ist. Sein Eisenwarengeschäft an der Rosenheimer Heilig-Geist-Straße gehöre zu den „fantastischen Fachgeschäften in der Altstadt – vom Inhaber selbst geführt“, sagte am Freitag ein Kunde, der die Nachricht vom Tod des beliebten Rosenheimers nicht glauben konnte. Was aus dem besonderen Geschäft wird, ist bisher offen.
Im Alter von 17 Jahren war Förg als gelernter Einzelhandelskaufmann von Augsburg ins heimatliche Fachgeschäft gewechselt – und führte es bis zu seinem Tod mit großer Hingabe. Bekannt ist die Fachhandlung vor allem für ihre mächtige historische Einrichtung, in der, in unzähligen kleinen Schubladen, von der Mausefalle bis zur Spezialschraube alles verstaut ist. Dabei ist jede Schublade verziert mit handgeschriebenen Emaille-Schildern. Das umfangreiche Gesamtsortiment ist geprägt von hochwertiger und schöner Ware, bei der es sich lohnt, sie auch reparieren zu lassen – was Günter Förg mit großer Leidenschaft tat.
Selbst ausgefallenste Kundenwünsche, beispielsweise nach besonderen Werkzeugen, konnte er ohne Probleme erfüllen. Von der Beliebtheit des Verstorbenen zeugen die Rosen, die Trauernde schon am Freitag an der Ladentür abgelegt hatten. Um Günter Förg trauern seine Frau Maria und sein Sohn Jakob.
Die Trauerfeier findet am Dienstag, 5. Februar, 14.45 Uhr, im Städtischen Friedhof in Rosenheim statt. Die Urnenbestattung findet zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis statt.ge