Rosenheim – Mit einem Antrag an die Stadt reagiert die Stadtratsfraktion der CSU auf die Debatte über den Verkehrsfluss auf der Münchener Straße in Rosenheim.
In ihrem Schreiben fordern die Vertreter der CSU in Rosenheim die Verwaltung auf, Verbesserungsvorschläge zu machen, um die langen und häufigen Wartezeiten aufgrund der vielen Ampeln zu reduzieren. Denkbar seien Fußgänger-Ampeln, die nur dann anspringen, wenn Fußgänger einen Schalter drücken. Oder auch Induktionsschleifen vor den Haltlinien der Seitenstraßen. Außerdem bittet die CSU-Fraktion darum, zu prüfen, ob man auf die Ampel an der Einmündung Eidstraße verzichtet werden kann. „Die Verkehrssituation in der Münchener Straße, die sich durch zahlreiches Halten und Warten vor roten Ampeln auszeichnet, bewegt viele Rosenheimer Bürger und Stadtbesucher“, begründet der CSU-Fraktionsvorsitzende Herbert Borrmann in einer Pressemeldung den Antrag.
Zahlreiche Staus
verärgern Autofahrer
Wie berichtet, hatten die Rosenheimer Stadträte bereits im jüngsten Stadtrat über die Situation in der Münchener Straße diskutiert. Dabei kritisierten sie parteiübergreifend die zahlreichen Ampelanlagen und deren Schaltung. Auch Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (CSU) hatte sich zu Wort gemeldet. Sie sei selbst schon wiederholt im Stau gestanden, hatte sie gesagt. Aber auch darauf verwiesen, dass eine Abhilfe wohl nicht möglich ist. Das zuständige Amt habe ihr mitgeteilt, dass „die Optimierung erreicht“ sei.
Auf den Tisch gebracht hatte das Thema Daniel Artmann. Der CSU-Stadtrat und Netzwerk-Manager im Gründerzentrum „Stellwerk 18“ hatte den schlechten Verkehrsfluss kritisiert und auch die Schaltung der Ampeln angesprochen. Sie schalten, nach seiner Aussage, an den Einmündungen zu den Seitenstraßen in einem festen Intervall auf Grün. In der Folge müssten die Autofahrer auf der Münchener Straße an roten Ampeln halten, ohne dass Fußgänger die Straße überquerten oder Pkw aus dem neuen Gewerbegebiet am Bahnhof ausfahren, teilte Artmann mit.
Mit ihrem Prüf-Antrag verbindet die CSU-Fraktion im Stadtrat nicht nur eigene Vorschläge zur Verbesserung. Sie fordert die Stadt zudem auf, selbst Ideen zu entwickeln „zur Entlastung der aktuellen Situation in der Münchener Straße“. Sie sollten die Vertreter des Rathauses dann in der nächsten Sitzung des Stadtrats oder des Verkehrsausschusses vorlegen.
Vorausschauende
Planung
Baudezernet Helmut
Cybulska hatte darauf hingewiesen, dass die Ampeln entlang der Münchener Straße im Bereich des Areals „Bahnhof Nord“ ausgelegt seien, um einmal den Verkehr bewältigen zu können, der aufgrund neuer Bebauung und zusätzlicher 1500 Parkplätze entstehen wird. Wenigstens um eine Zwischenlösung bis das Areal bebaut ist, hatte Stadtrat Robert Multrus (FW/UP) gebeten. Die Stadt hatte versprochen, nach einer solchen zu suchen.Ilsabe WEinfurtner