Rosenheim – Unter dem Titel „Wie kann Lernen gelingen?“ hat die Stadt Rosenheim über 130 Fachkräfte aus Rosenheimer Krippen, Kindergärten, Horten, Schulen und Kindertagesstätten zu einer pädagogischen Fachtagung eingeladen. In Fachvorträgen und Workshops wurde der Frage nachgegangen, wie Bildungsprozesse unter dem Gesichtspunkt der Hirnforschung, der Ko-Konstruktion sowie der Partizipation gestaltet werden können.
Zur Eröffnung berichtete Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer über die anstehenden Investitionen in Höhe von rund 80 Millionen Euro, die die Stadt in den kommenden Jahren in den Neubau, die Erweiterung und die Sanierung von Schulen und Kindertagesstätten stecken wird. „Investitionen in die Bildungsinfrastruktur sind das eine, das andere sind die Persönlichkeiten, die sich dem Kind oder dem Jugendlichen zuwenden. Die Kompetenz, die Empathie und der Einsatz der Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, des gesamten pädagogischen Fachpersonals bestimmen letztendlich, ob Bildungsprozesse gelingen“, machte die Oberbürgermeisterin klar. Dr. Monika Wertfein vom Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in München ging in ihrem Vortrag der Frage nach, wie die aktive Beteiligung der Kinder im Kita-Alltag zu erkennen ist und wie sie Gelerntes behalten. Am besten lernt es sich, wenn sich Kinder wohlfühlen, so ihr Fazit.
Dafür brauche es auf jeden Fall Aufmerksamkeit, wertschätzende Zuwendung, Räume zum Entdecken und die Beteiligung der Kinder. „Ein solches Lernumfeld zu schaffen, ist die große Herausforderung für die pädagogischen Fachkräfte und Schulen“, sagte Dr. Wertfein.
„Das Gehirn hört nie auf zu lernen.“ Davon ist Diplom-Psychologin Agnes Bauer überzeugt. Sie forscht im Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) an der Universität Ulm und stellte dar, welche Lernprozesse gehirnorganisch stattfinden und welche Bedingungen dazu notwendig sind.re