Neue Heimat für Bronze-Büsten

von Redaktion

Kunstwerke von Alexandru Pana sind im Bürgerhaus Happing zu sehen

Rosenheim – Einige Rosenheimer erinnern sich sicherlich noch an zwei Bronze-Büsten, die viele Jahre im Foyer des Kultur- und Kongresszentrums (Kuko) Rosenheim standen. Vor etwa fünf Jahren verschwanden sie aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit. Jetzt haben sie im Bürgerhaus Happing eine neue Heimat bekommen.

Studium an der Kunstakademie

Erschaffen wurden die Bronze-Büsten vom Bildhauer Alexandru Pana. Er wurde 1916 in Rumänien geboren und lebte von 1944 bis zu seinem Tod im Jahr 1997 in Deutschland. Von 1953 bis 1955 studierte Pana an der Kunstakademie in München bei Professor Heinrich Kirchner. Dort lernte er den Rosenheimer Bildhauer Rolf Märkl kennen. Dieser regte vor 20 Jahren die Kultur- und Sozialstiftung Dr. Michael Stöcker zum Ankauf der beiden Bronze-Büsten an.

Die Kunstwerke stellen zwei rumänische Musiker dar: Den Panflötisten Gheorge Zamfir und den Oboisten Gheorge Angelescu. Zamfir, geboren 1941, schaffe seinen internationalen Durchbruch mit der Aufnahme von „Einsamer Hirte“, Komponiert wurde dieses Werk von Musiker und Komponist James Last. 1979 erhielt Zamfir sogar eine Goldene Schallplatte für sein Album „Traumland der Panflöte“.

Von Gheorge Angelescu weiß man hierzulande weniger. In seiner Heimat ist er durch sein virtuoses Oboenspiel aber ebenfalls eine Berühmtheit und auch international feierte er schon große Erfolge, wie zahlreiche Youtube-Videos zeigen.

Die beiden Bronze-Büsten passten gut ins Kuko, weil es dort ja generell viel um musikalischen Genuss geht. Trotzdem verschwanden sie vor etwa fünf Jahren aus dem Foyer. „Bei großen Veranstaltungen mit vielen Besuchern standen die Büsten im Weg. Aus Sorge, sie könnten irgendwann beschädigt werden, entschied man sich schließlich dazu, sie zu entfernen“, erzählt Kulturreferent Robert Berberich.

Die vergangenen Jahre wurden die beiden Kunstwerke, abseits der Öffentlichkeit, im Depot des Hans-Schuster-Hauses gelagert. „Viel zu schade!“, findet Diethard Schinzel, Vorsitzender des Stiftungsrates der Kultur- und Sozialstiftung Dr. Michael Stöcker. Er wollte die Büsten unbedingt wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Ein geeigneter Ort wurde schließlich im Bürgerhaus Happing gefunden. Dort stehen die beiden Kunstwerke nun wieder frei zugänglich im Foyer des Proberaums von Stadtkapelle und Spielmannszug. „Ich finde, das ist eine sehr gute neue Heimat“, freut sich Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer bei dem Festakt, mit dem die Musiker-Büsten feierlich in ihrer neuen Heimat willkommen geheißen wurden.

Freude über
die „Neuzugänge“

Der gleichen Meinung ist Dr. Wolfgang Bergmüller, Vorstand des Fördervereins Stadtkapelle Rosenheim. „Die passen super in diesen Raum, denn hier lebt die Musik“, meint er. Auch Wolfgang Hauck, Der musikalische Leiter der Stadtkapelle Rosenheim freut sich über die Neuzugänge: „Die Musik verbindet den Menschen mit der Kunst“.

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer wünscht sich nicht nur, dass die Musiker-Büsten an ihrem neuen Standort viele Generationen von musikbegeisterten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen inspirieren und motivieren, sonder auch, dass sie „einen kleinen Beitrag zur europäischen Völkerverständigung leisten“.

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