OB-Kandidat der CSU: Nebel lichtet sich

von Redaktion

Bei einer Probeabstimmung setzt sich Andreas März deutlich gegen Mitbewerber durch

Rosenheim – Es war eine geheime Probeabstimmung, es ist noch keine Nominierung: Und doch hat die CSU eine erste Entscheidung getroffen: Andreas März soll im Sommer antreten, bei der Aufstellungsversammlung zur Oberbürgermeisterwahl in Rosenheim.

Der 46-jährige Unternehmer hat in der Probeabstimmung so gut abgeschnitten, dass offensichtlich kein Weg mehr an ihm vorbei führt. Das hat wohl auch Günter Wunsam akzeptiert und seine Ambitionen auf das Amt im Rathaus zurückgestellt.

März selbst sagt über die Entscheidung in geheimer Rund: „Ich habe es gehofft, ganz überraschend war es nicht für mich.“ Jetzt, ein paar Tage nach der Abstimmung fühlt er sich durchaus in die Pflicht genommen. Auch wenn er einschränkt, es könnte ja noch ein anderer kommen und sich bei der Aufstellungsversammlung als möglicher Kandidat ins Spiel bringen. Dass das eher unwahrscheinlich ist, weiß aber auch Andreas März.

Unternehmen

soll weiterlaufen

Dass ihm die Sache ernst ist, zeigt auch, dass er sich bereits Gedanken gemacht hat, wie er das Amt des Oberbürgermeisters in Einklang bringen könnte mit seinen Aufgaben als Geschäftsführer der Rosenheimer Bizz‘up GmbH. Natürlich soll die Firma weiterlaufen, sagt er. Details aber seien erst dann zu entscheiden, wenn auch die Wahl selbst für ihn erfolgreich gewesen sei.

Unrecht hat März damit nicht. Die CSU hat in jüngster Zeit Federn lassen müssen auf Landesebene. Ob sich aber ein solches Stimmungsbild auch auf die Kommunalwahl übertragen lässt? Immerhin gelten Kommunalwahlen als Persönlichkeitswahlen. Entscheidend ist nicht so sehr die politische Farbe. Vielmehr zählt die Persönlichkeit, die ein Amtsbewerber mitbringt.

März stammt aus einer bekannten Unternehmerfamilie in Rosenheim und hat an der TU in München Weihenstephan Brauwesen und Getränketechnologie studiert. Seit zehn Jahren führt er die Getränkefirma Bizz‘ up GmbH, die deutschlandweit den Einzelhandel mit verschiedenen Getränken beliefert. Auf dem beruflichen Netzwerk Xing nennt er neben Deutsch „Bayerisch“ als seine Muttersprache.

Andreas März gilt als sehr bodenständig und heimatverbunden. Für die CSU sitzt er nicht nur im Rosenheimer Stadtrat, er engagiert sich auch als stellvertretender Kreisvorsitzender im Kreisverband Rosenheim-Land. Mit mehr als 4500 Mitgliedern in 56 Ortsverbänden nach eigenen Angaben der größte Kreisverband in Bayern. Außerdem arbeitet März als Vorsitzender der Bezirksgruppe Rosenheim des Wirtschaftsbeirats Bayern. Er sitzt im Aufsichtsrat der Rosenheimer Stadtwerke.

Und er ist zudem einer, der sich ehrenamtlich engagiert: So bringt er sich als Vorsitzender beim St. Vinzenzius Verein ein, dem ältesten gemeinnützigen Verein der Stadt, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, sich um bedürftige Menschen zu kümmern. Und schließlich kennt ihn auch im Sportbund DJK Rosenheim als kooptiertes Mitglied.

An mangelnder Vernetzung auf politischer wie auch auf gesellschaftlicher Ebene in Stadt und Land mangelt es März also nicht. Keine schlechten Voraussetzungen also für einen Bewerber um den Chefsessel im Rosenheimer Rathaus.

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