Was ist eigentlich los im Romed-Klinikum Rosenheim? Der Chefarzt kämpft um den Erhalt der Frühchenstation. Er macht sich „sehr viel Sorgen“ für den Fall, dass die Station zum Jahresende schließen sollte. Der Geschäftsführer widerspricht ihm energisch: Eine Schließung habe niemals zur Diskussion gestanden.
Nun ist es nichts Ungewöhnliches, wenn Kollegen unterschiedlicher Meinung sind. So was soll in den besten Betrieben vorkommen. Auch der Versuch, Nebelkerzen zu zünden und der Heimatzeitung den Schwarzen Peter zuzuschieben, ist in Zeiten von Pegida („Lügenpresse“) nichts Besonderes mehr. Bedenklich allerdings ist es, wenn solche Konflikte in der Öffentlichkeit ausgetragen werden müssen. Das ist dem Ruf des Romed-Klinikums sicher nicht zuträglich. Wäre es nicht besser, sich mit vollem Einsatz um Qualität und Zukunft der Klinik zu engagieren? Oder sich intensiver um die Sorgen und Nöte der Patienten und des Pflegepersonals zu kümmern?