Lob für „mustergültige Zusammenarbeit“

von Redaktion

Rettungskräfte ziehen bei Hauptversammlung der Feuerwehr positive Bilanz

Rosenheim – War früher das gegenseitige Miteinander unter den Hilfsdiensten oft von Eifersüchteleien und teilweise von Alleingängen bestimmt, so ziehen jetzt alle am gleichen Strang. Diese Zusammenarbeit ist nicht zuletzt dem Chef des Kreisverbandes des Bayerischen Roten Kreuzes, Karl-Heinrich Zeuner, zu verdanken, der vor geraumer Zeit mit einem sogenannten runden Tisch die Verbände zum Miteinander gebracht hat. Zeuner habe, so Meyrl, als Mitbegründer eine Plattform geschaffen, sodass zwischen den Hilfsorganisationen seit zehn Jahren eine „mustergültige Zusammenarbeit“ herrsche.

Ehrenmedaille für BRK-Kreisvorsitzenden

Dies betonte Stadtbrandrat Hans Meyrl bei der Jahreshauptversammlung in der Rosenheimer Hauptwache. Er verlieh Zeuner auch im Namen von Kreisbrandrat Richard Schrank, dem Chef des Feuerwehrkreisverbandes, die Ehrenmedaille des Feuerwehr-Landesverbandes.

BRK-Kreisvorsitzender Karl-Heinrich Zeuner, der sich mittlerweile rund 60 Jahre in diversen ehrenamtlichen Ämtern des BRK engagiert, sagte: „Nachdem ich in den letzten fast 20 Jahren den eigenen Verband auf Vordermann gebracht habe, war es mir wichtig, die Sprachlosigkeit der Dienste untereinander zu beenden“.

Meyrl streifte in seinem Tätigkeitsbericht die wichtigsten Ergebnisse des zurückliegenden Jahres. Darunter fällt neben dem Einsatzgeschehen die Sanierung des Übungsgeländes am Floriansee. Das Gleiche galt mit einem erheblichen Aufwand an meist eigenen Mitteln den Umbaumaßnahmen mit dem Umbau des Sanitärbereiches und der Sozialräume an der Feuerwehrhauptwache. Ausdrücklich lobte der Kommandant die Aktivitäten des Feuerwehrvereins und hier besonders den Fahnenträger Josef Knoll.

Die Feuerwehr als Mädchen für alles, musste im vergangenen Jahr 1155 Einsätze abarbeiten, 60 weniger als im Vorjahr. Wichtigste Elemente seien die Jugendfeuerwehren, denen ein wichtiger Teil der Ausbildung gelte.

Bei den Einsätzen der Hauptwache zähle, so Meyrl, die Wehr laut Bestätigung des Verbandes zu den am häufigsten frequentierten ehrenamtlichen Einheiten in Bayern. Im abgelaufenen Jahr bezifferte Meyrl 852 Einsätze mit 9233 Einsatzstunden. Bestens bewährt habe sich angesichts der Fülle der Einsätze 2010 die Schaffung einer hauptberuflichen Einsatzstaffel an der Hauptwache.

Die Gesamteinsatzzahlen der Hauptwache: 102 Brandeinsätze, davon acht Großbrände, 13 Mittelbrände, 38 Kleinbrände, 331 technische Hilfeleistungen, 22 ABC Gefahrstoffe, 168 Fehlalarmierungen, 216 Feuersicherheitswachen und 13 sonstige Einsätze. Dabei wurden 21 Personen betreut, 73 gerettet, 18 über die Drehleiter gerettet, neun hilflose Personen betreut, zwölfmal medizinische Erstversorgung geleistet. Die Einsatzstunden untergliedern sich in 9233 Einsatzstunden, 10246 Stunden Ausbildung, 810 Stunden für Sitzungen und Vorbereitung und 1053 Stunden bei Lehrgängen an den Staatlichen Feuerwehrschulen.

Zahlreiche Beförderungen

Befördert wurden nach entsprechender Ausbildung Quirin Bichler und Janosch Lauber zum Feuerwehrmann. Zum Oberfeuerwehrmann: Florian Bergmaier, Philipp Franke, Patrik Hochmeyer, Thomas Klieber, Andreas Kobec, Lukas Kögl, Alexander Moneti junior, Sebastian Thoms und Florian Zeller. Zum Hauptfeuerwehrmann Peter Patsch und Johannes Pausch. Und bei den Führungsdienstgraden: Christian Voracek zum Löschmeister, Gregor Häusler zum Oberlöschmeister und zum Brandmeister Philipp Schildbach.

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer würdigte die Arbeit der Feuerwehr und sprach insgesamt von starken Hilfsorganen, die der Stadt wichtig seien. Mehr als angemessen sei es deshalb, den ehrenamtlichen Kräften auch Räume zum Abschalten und für Vereinsfeste zur Verfügung zu stellen. Josef Reisner

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