Verwirrspiel mit sieben Türen

von Redaktion

Theater unter dem Kirchturm begeistert mit der Komödie „Ein toller Dreh“

Rosenheim – Wer Eintrittskarten für das Theater unterm Kirchturm (TUK) haben will, muss früh dran sein. Seit vielen Jahren sind die Aufführungen bereits im Vorfeld ausverkauft. Humor ist Trumpf, auch bei der diesjährigen Inszenierung „Ein toller Dreh“ von Anthony Marriott und Alistair Foot. Bei der Premiere zeigten sich die Besucher durch die Bank begeistert.

Gegründet wurde das Theater in Oberwöhr 1983 als Jugendtheater, weil es sich bei den Theaterspielern ausschließlich um Jugendgruppenleiter der Pfarrei handelte. Später wurde daraus das „Theater unterm Kirchturm“, kurz Tuk, weil sich die Bühne direkt neben dem Fundament des Kirchturms befindet.

Geändert hat sich mit den Jahren nicht nur der Name, sondern auch die Auswahl der Stücke. Früher standen vor allem bekannte bayerische Komödien wie „Der verkaufte Großvater“ auf dem Programm. Nachdem man alle großen Klassiker durch hatte, suchte man nach Neuem und kam auf englischen Humor. Dieser kommt seit Jahren enorm gut beim Publikum an. Darum bleibt das Tuk auch in diesem Jahr mit „Ein toller Dreh“ den englischen Komödien treu.

Schon die Gestaltung des Bühnenbilds war eine Herausforderung. Das Geschehen spielt sich auf zwei Ebenen ab. Einfallsreichtum war gefragt, um dem Zuschauer das Gefühl zu vermitteln, dass es für die Akteure auf der Bühne ständig die Treppe hinauf und heruntergeht. Außerdem wurden sieben Türen eingebaut und durch die geht es ebenso häufig hinein und hinaus.

Spritzige

Dialoge

Ganz schön verwirrend und so soll es auch sein. Die Komödie lebt von großem Temporeichtum. Außerdem punktet sie mit spritzigen Dialogen und einem überraschendem Ende: Rüdiger Motzer mimt Georg Pitt, Kandidat für das Englische Parlament und Verkaufsleiter der Lockwood-Luxus-Heim-AG.

Sein Chef (Nikolaus Oppenrieder) will unbedingt ein Haus verkaufen, das zwar preisgekrönt, aber unverkäuflich ist. Um den potenziellen Käufer Sir Lindsay Cooper (Andreas Stephan) samt Ehefrau (Christine Höhendinger) von den Vorzügen des Anwesens zu überzeugen, soll Pitt vortäuschen, dort ein glückliches Leben mit seiner Frau (Manuela Ruppert) zu führen – zumindest für die Dauer des Verkaufsgespräches.

Die Ehefrau entpuppt sich als Schauspielerin. Schnell wird klar, dass auch alle anderen Protagonisten (Sarah Steger, Martin Kronast, Severin Heinritz, Amelie Henn, Waldemar Gerok und Theresa Schewe) etwas zu verheimlichen haben.

Die Handlung ist kurzweilig und unterhaltsam. Von Anfang bis Ende gibt es viel zu lachen.

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