So könnte eine Gedenkplatte aussehen

von Redaktion

Kriegerdenkmal-Sanierung steht an: Jetzt können sich die Bürger ein Bild machen

Kolbermoor – Die Sanierung des Kriegerdenkmals auf dem Friedhofsvorplatz nimmt Fahrt auf. Zumindest ist jetzt bereits eine Musterplatte in eine der steinernen Nischen an der Friedhofsmauer angebracht worden. „So könnte es aussehen“, sagt Bürgermeister Peter Kloo. Luftig in die Nische eingepasst hängt die Stahlplatte an der Mauer. Darauf wurden bereits Namen der Gefallenen angebracht – zur Ansicht. So können die Kolbermoorer sehen, wie es aussehen könnte. Gefällt es so? Sind die Namen gut lesbar? Das sind nur zwei Fragen der Stadt an die Kolbermoorer Bürger.

Fundament

unter die Säulen

Entschließt man sich für die Gedenkplatten, werden die Gedenksteine auf dem Rasen, so Christian Poitsch vom Stadtmarketing, auf denen die Namen der Kolbermoorer Gefallenen stehen, entfernt. Dann steht auf dem Rasen nur noch das eingezäunte Kriegerdenkmal. Auch das soll im Zuge der Sanierung auf feste Füße kommen: „Unter die Säulen werden neue Fundamente gesetzt, obendrein sollen die mit roter Farbe aufgebrachten Namen farblich erneuert werden“, so Stadtbaumeister Andreas Meixner. Außerdem soll das Denkmal auf seinem steinernen Dach eine Metallabdeckung erhalten.

Aber zurück zu den Gedenkplatten: Gründe, sie an der Friedhofsmauer anzubringen, gibt es mehrere: die Bürger können die Namen auf Augenhöhe lesen, sie müssen nicht mehr auf den Rasen gehen. Obendrein gelangt jeder barrierefrei zur Friedhofsmauer, um der Toten zu gedenken. Zudem seien die Tafeln in einem ruhigeren Bereich – „hier ist das Gedenken geschützter“, so Poitsch.

Und wann entscheidet der Stadtrat wie es weiter geht? Das Votum soll in einer Stadtratssitzung im Frühsommer fallen – anschließend könne es losgehen. Läuft alles nach Plan, könne alles bis zum Volkstrauertag fertig sein, so Kloo. Und was wird es kosten? Dazu kann Poitsch nur sagen, dass in den Haushalt 2019 80000 Euro für die Wiederherstellung des Kriegerdenkmals sowie die Sanierung der Gedenkplatten eingestellt wurden. Die Platten sollen aus sogenanntem Cortenstahl gefertigt werden. Das Besondere: „Sie rosten nur einmal“, sagt Poitsch. Die Platten würden in Form gebracht und die Namen der Gefallenen hineingefräst. Anschließend würden sie in die Nischen eingepasst. Alle Nischen werden allerdings nicht mit Gedenkplatten versehen. Da es etwa zehn Platten werden – 30 Namen passen auf eine, so Poitsch.

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