Rosenheim – In Rosenheim soll es bald eine lokale Online-Plattform geben, die alle bisher bestehenden Angebote im Netz und auf Social Media bündelt. Den Vorschlag aus der Verwaltung haben die Stadträte im Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus einstimmig beschlossen.
Geplant sei es, die bestehenden Internetangebote und Auftritte in den sozialen Medien soweit wie möglich miteinander zu vernetzen, heißt es im Sachvortrag. Dadurch sollen Informationen gebündelt und eine höhere Reichweite erreicht werden. Das Ziel sei es, den Auftritt Rosenheims als Einkaufs- und Erlebnisstadt im Internet und in den sozialen Medien zu verbessern. Auf der Online-Plattform soll es eine Übersicht über besondere Orte und Sehenswürdigkeiten geben. Außerdem ist geplant, über Produkte aus dem Einzelhandel und über Stadtführungen zu informieren. Ein Link zu den jeweiligen Seiten soll die Suche erleichtern. Ebenfalls geplant ist eine Übersicht über Baustellen und Parkmöglichkeiten. Zur Verwirklichung des Projektes sind vorerst maximal 5000 Euro eingeplant. Für den Aufbau der Homepage werden Bewerber gesucht, angesprochen sind unter anderem die IT-Gründer im „Stellwerk 18“.
Regelmäßige
Pflege ist wichtig
Betreuen und aktualisieren soll die neue Plattform der zukünftige Leiter des Rosenheimer Stadtmarketings. Die Stelle ist vakant, die Stadt sichtet Bewerbungsunterlagen. Das neue Angebot soll die Menschen aus Stadt und Region erreichen, aber auch Touristen.
Stadtrat Andreas Bensegger (CSU) zeigte sich von der Idee begeistert. Allerdings brauche es eine Vollzeitstelle, um das Portal zu betreiben. „Der Markt ist hart. Mit drei Stunden nebenbei ist die Sache nicht getan“, sagte er. Er sei gespannt und wünsche sich, dass die Fortschritte genauestens dokumentiert werden.
Stadtrat Franz Opperer (Grüne) wies darauf hin, wie wichtig die digitale Sichtbarkeit sei. Sein Wunsch: Auch Privatvorstellungen sollten auf dem Portal zu finden sein, nur dann sei das Angebot gut und umfassend. Außerdem wäre es wünschenswert, die Homepage auch handytauglich zu machen.
Etwas enttäuscht ist Stadtrat Robert Metzger (SPD). Er hätte sich eine dynamischere Plattform gewünscht. „Wenn die Plattform nicht genutzt wird, haben wir auch nichts gekonnt.“ Ihm sei wichtig, dass nicht nur ältere Menschen, sondern auch jüngere einbezogen werden. Auch bei Touristen sollte die Online-Plattform Zuspruch finden. „Wenn ich mehr über einen Platz oder eine Sehenswürdigkeit erfahren möchte, sollte es möglich sein, einfach das Handy zu zücken und nachzuschauen“, sagte Metzger. Er forderte die Stadt dazu auf, mutiger zu sein und nicht an den falschen Stellen zu sparen. Außerdem wies er darauf hin, dass das Portal regelmäßig aktualisiert werden müsse. Auch an Tagesgäste sollte gedacht werden. Außerdem sollten Einblicke in verschiedene Warenangebote ermöglicht werden. Auch Stadträtin Christine Degenhardt (Freie Wähler/UP Rosenheim) findet ein Onlineangebot wichtig. Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl sieht es nicht als Aufgabe der Stadt, sich um den Onlinehandel eines Unternehmens zu kümmern. „Die Händler müssen das für sich selbst entscheiden“, sagte auch Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (CSU). Gabriele Leicht (SPD) ist es wichtig, Kulturveranstaltungen zu bewerben. Das Kulturamt müsse eingebunden werden. Anna Heise