Rosenheim – Verbesserungen für Radfahrer: Das ist in Rosenheim gerade ein großes Thema. Die Stadtratsfraktionen haben zahlreiche Anträge gestellt, die die Stadträte im Verkehrsausschuss diskutiert haben. Einiges kommt, anderes nicht. Ein Überblick:
• Entlang der BayWa-Wiese und der weiteren Grundstücke östlich der Kufsteiner Straße bis zum Kirchenweg wird ein Geh- und Radweg gebaut. Angelegt werden soll er auf einer Breite von 2,50 Metern, dazu kommt ein halber Meter Bankett. Ein drei Meter breiter Grünstreifen trennt den Geh- und Radweg zudem von der B15. Ein Antrag der Freien Wähler/UP Rosenheim hatte einen schnellen Radweg gefordert – ohne Angaben von fixen Breiten. Für einen „Radschnellweg“ fehlen, laut Verwaltung, die nötigen Grundstücksflächen.
• Die bessere Anbindung von Langenpfunzen in Richtung Innenstadt, das ist ebenfalls Anliegen der Freien Wähler/UP Rosenheim. Ihr Antrag, die Landsberger Straße, von der Ebersberger Straße bis zur Sankt-Georg-Straße, durchgehend als Radweg auszubauen und zu beleuchten, wird geprüft. Darauf verständigten sich die Rosenheimer Stadträte im Verkehrsausschuss einstimmig.
Häufig fehlen
die Grundstücke
• Zunächst nicht realisiert wird der Antrag der Freien Wähler/UP Rosenheim, eine Fahrrad-Verbindung zu schaffen von der Prinzregentenstraße/Ecke Stemplinger Straße durch den Luitpoldpark, die Herzog-Heinrich-Straße, Am Esbaum und die Gillitzerstraße entlang bis zur Münchener Straße. Die Herzog-Heinrich-Straße und die Straße Am Esbaum sollten als Fahrradstraßen ausgewiesen werden. Das aber, teilt die Verwaltung mit, würde zu keiner Verbesserung für die Radfahrer führen. Außerdem hält die Stadt nichts davon, den Weg durch den Luitpoldpark auszubauen.
• Zumindest noch einmal geprüft wird auch der Antrag der Freien Wähler/UP Rosenheim, eine Anbindung von Aising/Pang zur Innenstadt zu schaffen. Nach Vorstellung der Stadtratsfraktion soll die Fahrradverbindung vom Graf-Lamberg-Weg zur Farrenpointstraße, über die Burgfeldstraße und die Sulzbergstraße zur Gärtnerstraße führen. Von dort über den Feldweg zur Mühlenstraße bis zur Aisinger Straße. Weiter bis zur Miesbacher Straße sowie, entlang der Kalten, zur Mangfallbrücke an der Kufsteiner Straße. Schwierig dabei: Der Stadt fehlen einige Flächen. Sie gehörten privaten Grundstückseigentümern, die nicht bereit seien, Flächen abzugeben, teilt die Verwaltung mit.
• Höchste Priorität bekommt die Radwege-Situation an der Ebersberger Straße, von der Schillerstraße bis zur Pernauerstraße. Darum hatte die SPD-Stadtratsfraktion gebeten und gefordert, dort die Situation für die Radfahrer zu verbessern, die Planung auf den Weg zu bringen und die Kosten zu ermitteln. Sind diese formalen Aspekte erledigt, wird die Stadt die Verhandlungen mit den Grundstücken aufnehmen, um an die fehlenden Flächen zu kommen.
• Noch einmal geprüft wird der Antrag der SPD-Stadtratsfraktion über die Äußere Münchener Straße, die Aisinger Straße, die Ebersberger Straße und die Innsbrucker Straße. Die Sozialdemokraten hatten angeregt, ein zeitliches und inhaltliches Konzept zu entwickeln, wie sie bis spätestens 2021 mit einem durchgehenden Radweg versehen werden können.
Sicherheit
an den Hauptstraßen
In diesem Zusammenhang verwies die Verwaltung auf den geplanten vierspurigen Ausbau der Äußeren Münchener Straße. Demnach ist auf der gesamten Länge der Straße ein Radweg vorgesehen. Die Stadt wird dieses Vorhaben weiterverfolgen, ebenso wie den vierspurigen Ausbau der Innsbrucker Straße und den Ausbau der Kreuzung Innsbrucker-/ Chiemseestraße. Auch diese Entscheidungen fielen im Ausschuss, gegen die Stimmen der Grünen. Sie bemängeln, dass die Planungen dem Autoverkehr viel Platz einräumen. bw