Blitzblank in die neue Saison

von Redaktion

Morgen öffnet das Rosenheimer Freibad – nach vier Wochen Vorbereitungszeit

Rosenheim – Die Wasserschlange fürs Kinderbecken ist bestens in Schuss. In den Kabinen und den Duschen blitzt es sauber. Und die Ansaugrohre am Beckengrund sind mit Lochgittern verschlossen, damit es keine Badeunfälle mit Kindern geben kann, wie im vergangenen Jahr in Frankreich und in Bulgarien: Im Rosenheimer Freibad ist alles bereitet für die neue Saison. Sie beginnt am morgigen Samstag. Um 7.30 Uhr wird aufgesperrt.

Lochgitter schließen

Absaugrohre

Vier Wochen lang haben die Angestellten, zumeist zu dritt, daran gearbeitet, das Bad für die Sommersaison vorzubereiten. Zum umfangreichen Programm gehörte auch ein Termin mit Vertretern des Technischen Überwachungsvereins (TÜV), die die gesamte Anlage samt Wasserrutsche geprüft, abgenommen – und dabei auch die Ansaugrohre und die Lochgitter davor kontrolliert haben. Sie müssen in Deutschland einer bestimmten DIN-Norm entsprechen und werden regelmäßig von Fachleuten überprüft.

Das Bäderteam selbst hat Sonnenschirme, Liegen, Rettungsreifen und anderes mehr aus dem Winterlager geholt. Geschraubt, geschruppt und poliert. Und das Wichtigste: Die Mitarbeiter haben das Wasser vom Vorjahr aus den Becken gelassen, das über die kalten Monate lediglich um 30 Zentimeter abgesenkt worden war. Warum, das erklärt Stephan Heidig, Bäderleiter der Stadtwerke Rosenheim, mit dem Grundwasserspiegel. Sollte er über die Wintermonate steigen, könnte er die leeren und damit leichteren Becken anheben. Um das zu vermeiden, bleibt das Wassser über Monate in den Becken. Erst am 1. April haben die Bäderpfleger es ausgelassen. Um dann die Becken gründlich zu reinigen, Blätter, Algen und Flugrost zu entfernen. Erst als diese Arbeiten erledigt waren, konnte frisches Wasser einlaufen. Vier Tage dauerte es, bis die beiden mehr als 3400 Kubikmeter fassenden Becken vollgelaufen waren. Mit frischem und – zum Saisonstart am Samstag – warmen Wasser. 25 Grad im Schwimmerbecken, 28 Grad im Familienbecken.

Warmes Wasser
dank Fernwärme

Und sollten am Samstag viele Kinder das Freibad besuchen, dann soll auch das Wasser im Planschbecken mit 30 Grad schön gemütlich warm sein, verspricht Heidig. Die Wärme selbst ist Fernwärme aus dem stadtwerkeigenen Müllheizkraftwerk. Die Heizphase für das Wasser hat bereits am Ostermontag begonnen.

Dafür, dass nicht nur die Temperatur stimmt, sondern auch die Qualität des Wassers, sorgen Mess- und Regelstationen. Sie liefern beispielsweise Angaben über den Chlorgehalt des Wassers. Er betrage in der Regel 0,3 Milligramm pro Liter Wasser im Becken. Ziel sei es, so wenig Chlor wie möglich zuzusetzen. Denn je weniger Chlor das Wasser enthalte, umso angenehmer sei es, zu schwimmen, sagt Bäderleiter Heidig. Unterstützung kommt dabei von einer Wasseraufbereitungsanlage im Technikgebäude. Sie wälzt das Beckenwasser um und reinigt es, dank UV-Lichtschleusen, von Keimen. In großen Filtern mit Quarzsand werden zudem die groben Verunreinigungen entfernt.

Auch im Außenbereich des Freibads ist alles fit für den Start in den Sommer: Durch Sturm und Schnee beschädigte Bäume sind entfernt, vier neue Laubbäumchen gepflanzt. Der Rasen ist gemäht, die Pflanzen und Hecken sind geschnitten, die Beete bepflanzt. Bänke und Holztribüne sind gestrichen, das Beachvolleyballfeld hat neuen Sand bekommen. Auch die Umkleidekabinen und Duschen sind bereit, ebenso wie Sonnenterrasse, Kiosk und Kassen.

Dort, im Eingangsbereich, werden sich am Samstag, gleich am frühen Morgen, all jene versammeln, die seit Jahren regelmäßig ins Freibad gehen. Die Unerschrockenen, die sich von schlechtem Wetter nicht abhalten lassen. Die selbst bei zwölf Grad Außentemperatur und leichtem Regen gerne ihre Bahnen ziehen. Denn das jedenfalls sind die Wetterprognosen für morgen.

Der Eintritt

Die Einzelkarte für einen einmaligen Besuch im Rosenheimer Freibad kostet 3,60 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Familien mit Kindern bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres zahlen 7,30 Euro für den einmaligen Zutritt. Die Abendkarte ab 19 Uhr kostet für einen einmaligen Besuch drei Euro. Das Bad hat täglich geöffnet, von 7.30 bis 20 Uhr. Weitere Informationen zu den Preisen gibt es unter www.swro.de.

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