Kolbermoor – An der Wertstoffinsel/Am Rothbachl tümmeln sich Ratten (wir berichteten). Sie finden dort ausreichend Nahrung. Da eben nicht nur Glas, Plastik und Co. in den Containern abgestellt werden, sondern die Bürger auch Lebensmittel vor den verschiedenen Behältnissen abstellen (wir berichteten). Ein Paradies für Ratten also.
Angelieferte Nahrungsmittel
Um das Ratten-Problem, das eben von den angelieferten Nahrungsmitteln herrührt, in den Griff zu bekommen, haben Mitarbeiter des Bauhofs jetzt fünf Giftköderboxen nahe der Wertstoffinseln/Am Rothbachl befestigt, berichtet Jürgen Halder vom technischen Bauamt der Stadt. Und? Sind Nager schon in die Boxen gekrochen, um von den Ködern zu fressen? „In der nächsten Woche wird ein Mitarbeiter des Bauhofs die Boxen kontrollieren“, sagt Halder zum Mangfall-Boten. Denn der könne sehen, ob die Köder angebissen oder angeleckt wurden. Abschließend gelangt die Ratte einfach wieder hinaus und verendet dann.
Das Problem: Werden weiterhin Lebensmittel vor die Wertstoff-Container gestellt, leiden die Nager keine Not und werden nicht in die Giftköder-Boxen gehen, erklärt Halder. Obendrein müssen sich die Tiere zunächst an die Boxen gewöhnen, denn Ratten seien misstrauisch.
Das Landratsamt Rosenheim ist für die rund 30 Kolbermoorer Wertstoffinseln zuständig. Geleert werde regelmäßig, so Sprecherin Ina Krug. Und: „Ein erhöhter Leerungsrhythmus verspricht keinen Erfolg. Ablagerungen vor den Behältern entstehen nicht, weil die Behälter voll sind, sondern weil Anlieferer Unrat vor, neben und hinter den Behältnissen abstellen.“ Außerdem sind die Container ohnehin nicht für Lebensmittel vorgesehen, „bei korrekter Sammlung beinhalten die Wertstoffinseln keine für Ratten erreichbaren beziehungsweise fressbaren Anteile“, so Krug.