Europabus macht Station in Rosenheim

von Redaktion

Initiative bietet Information zur EU-Wahl und Workshops für Schulklassen

Rosenheim – „Die EU wird es in den nächsten Jahren schwer haben, das zeigt auch der angestrebte Brexit in England“, sagt ein Schüler der 10. Klasse des Karolinen Gymnasiums in Rosenheim während eines Workshops im Europabus.

Genau das ist einer der Punkte, an dem der Europabus versucht, anzusetzen, wie Melanie Köhler (28) von der Stiftung Bildungszentrum der Erzdiözese München und Freising erklärt: „Wir wollen das Bewusstsein für die EU schärfen und die Bürger über die anstehende Wahl informieren.“ Im Rahmen der bayernweiten Europawochen machte der Bus auch in Rosenheim Halt. Er geht zurück auf eine Initiative des bayerischen Bündnisses für Toleranz, und ist im Vorfeld der Europawahl, die am 26. Mai stattfindet, quer durch Bayern unterwegs.

Wer mochte, konnte mithilfe des Wahl-O-Mats herausfinden, welche Partei zu ihm passt oder sich vor dem Europazeichen in einer Fotobox ablichten lassen. Für Schulklassen waren zudem Workshops angeboten.

Mit dabei war auch die Klasse 10d des Karolinen- Gymnasiums Rosenheim zusammen mit ihrem Lehrer Thomas Franz. Der Besuch fand im Rahmen des Geschichts- und des Sozialkundeunterrichts statt. Während eines Workshops mussten sich die Schüler Gedanken über die Zukunft und die Probleme der Europäischen Union machen.

„Viele Länder sehen den Vorteil der EU nicht mehr und fragen sich deshalb nach dem Sinn“, sagte eine Schülerin. Ein anderer Schüler meinte: „Aufgrund der Flüchtlingspolitik der vergangenen Jahre und der Uneinigkeiten bezüglich der Grenzen stehen viele Nationen der EU kritisch gegenüber.“

Die Aussagen der Schüler zeigen, dass sie sich durchaus für Politik und die Probleme interessieren. Darauf angesprochen, was sie von der Intension des Europabusses halten, sind sie sich auch überwiegend einig: „Wir haben schon viel darüber gewusst, aber trotzdem war es sehr interessant und wir konnten noch einiges dazulernen.“ Aktuell sind die Schüler nicht wahlberechtigt, aber in Zukunft wollen sie wählen, erzählten sie. Menschen zum Wählen zu animieren, das ist ein weiteres Ziel des Europabusses. Christina Gibbs (49) von der Bundeszentrale für politische Bildung, die den Wahl-O-Mat am Bus betreute, sieht ihre Aufgabe darin, „die Menschen zum Wählen zu animieren, um eine höhere Wahlbeteiligung zu erhalten“.dk

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