Drei Punkte Vorsprung bringen den Sieg

von Redaktion

Tamara Seidenglanz und Max Wittl gewinnen „Das große Backen – Die Profis“

Rosenheim – Am Tag nach dem Sieg gehen Tamara Seidenglanz und Max Wittl erst einmal Frühstücken, daheim in Neumarkt. Eine ganz neue Erfahrung. Denn auf der Straße werden die Rosenheimerin und ihr Freund aus der Oberpfalz erkannt, angesprochen – und verehrt. Mit ihren besonderen Kreationen haben sie sich am Vorabend den Titel geholt bei der TV-Show „Das große Backen – Die Profis“. Nun ist nichts mehr, wie es war.

Aufregende Zeit mit

neuen Erfahrungen

Mit der Ausstrahlung des Finales ist für die 25-Jährige und ihren Freund (23) eine aufregende Zeit zu Ende gegangen. Es waren lange Wochen, in denen vielleicht mancher ahnte, dass am Ende „Team Gelb“ den goldenen Cupcake gewinnen und die 10000 Euro Siegprämie einstreichen könnte. Doch Tamara Seidenglanz und Max Wittl durften nicht verraten, dass sie „Team Grün“ aus Karlsruhe mit drei Punkten Vorsprung auf Platz zwei verwiesen hatten. Dass ihnen die 50 Törtchen „Treat ya Triple“ zum Motto „From bean to bar“ ebenso überzeugend gelungen waren wie das Schaustück zur Vorgabe „Abtauchen in die Weiten des Ozeans“. Dass Juror und Hofkonditor Günther Koerffer zwar spitzfindig hinterfragt hatte, was eine Himbeere mit dem Meer zu tun habe, und monierte, dass der von Max kreierten Meerjungfrau am Schaustück eigentlich der Unterleib fehle. Dass schließlich aber die Jury von „Perfektion“ sprach und sich einig war: Besser kann man es nicht machen.

Nun also sind Tamara Seidenglanz und Max Wittl weithin bekannt für ihre Texturen, Kompositionen und Kreationen. Für ihre süßen Köstlichkeiten, die – essbar oder nicht – mit scheinbarer Leichtigkeit in die Höhe wachsen, sich zu feingliedrigen Schaustücken verbinden. Und auch dafür, dass sie als Paar funktionieren. Selbst unter den Augen eines Millionenpublikums, unter dem Stress der ständigen Prüfungssituation, bei jedem Handgriff beobachtet nicht nur von den Juroren, sondern auch von der Konkurrenz.

„Es war das Krasseste, was ich je gemacht habe“, sagt Tamara Seidenglanz. Selbst der Kampf um die Weltmeisterschaft der Jungkonditoren sei mit dem Backen vor laufender Kamera nicht zu vergleichen. Damals, im vergangenen Jahr, wurde sie Zweite. Heute ist sie, gemeinsam mit Max, ganz oben angekommen. Das hat Folgen.

Seit die erste Sendung zu sehen war, ist der Ansturm auf die Konditorei „Wittl“ in Neumarkt enorm. Die Menschen kommen, wollen das Paar sehen, das sich dieser hohen Kunst der Konditorei und Chocolaterie verschrieben hat. Sie möchten die Kreationen der beiden kosten und erschmecken, was die Jury ein ums andere Mal als Geschmackserlebnis gepriesen hat. Das hat zur Folge, dass die Gewinner der TV-Show beinahe rund um die Uhr in der Backstube stehen. Besonders gefragt bei den Kunden ist „Mango Nr. 5“, das Törtchen aus der ersten Sendung.

Junge Kunden

wollen Autogramme

Klar, der Sieg ist eine Empfehlung für die Konditorei in Neumarkt wie man sie sich als Eigentümer nicht besser wünschen kann. Das wissen Tamara Seidenglanz und Max Wittl – und freuen sich zugleich, dass nun auch viele jüngere Naschkatzen den Weg ins „Café der Sinne“ finden. Sie sind zwischen 14 und 25 Jahre alt, schreiben Fanbriefe an Tamara und Max und wünschen sich Autogramme. Doch egal, ob Jung oder Alt, ob Neukunde oder Stammkunde: Alle sollen die „identischen Törtchen aus der Show“ bekommen, sagt Tamara Seidenglanz. Sie ist stolz über so viel Zuspruch, will etwas zurückgeben und opfert gerne ihre Freizeit dafür. Noch.

Eine Pause und

eine große Reise

Denn im kommenden Jahr gehen die beiden Profi-Konditoren erst einmal auf große Reise. Die 10000 Euro Siegprämie wollen sie dafür nutzen, nach Japan fliegen, nach Thailand. Im Anschluss einige Wochen in Frankreich verbringen. Nach all der Anstrengung ist es Zeit für ein bisschen Pause. Aber sie wollen auch neue Eindrücke sammeln in fremden Backstuben, exotische Rezepte kennenlernen, ihr Wissen erweitern. Um dann bei weiteren Wettbewerben zu glänzen?

Nein, sagt Tamara Seidenglanz. Gemeinsam hätten sie und Max Wittl beschlossen: die TV-Show war erst einmal „der letzte Wettbewerb“. Das Kräftemessen soll ein Ende haben. Dass sie auf der Straße erkannt werden, wird daran sobald nichts ändern. Nicht in Neumarkt. Nicht in Rosenheim.

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