400 Kilometer in 40 Stunden

von Redaktion

25 Sportler vom PTSV Rosenheim unternehmen Lauf von Rosenheim nach Lazise

Rosenheim – 400 Kilometer sind es von Rosenheim nach Lazise. Anlässlich der 40-jährigen Partnerschaft der beiden Städte haben sich 25 Läufer vom PTSV Rosenheim etwas Besonderes einfallen lassen: Ein Staffellauf vom Rosenheimer Rathaus bis zum Hauptplatz in Lazise. Los ging es gestern Abend um 18 Uhr.

Josefine Hobmaier (54) liebt Herausforderungen. Egal ob Langstreckenläufe, Halbmarathons oder eben 400-Kilometer-Staffelläufe nach Italien. Sie selbst bezeichnet sich als Bewegungsmensch, als jemanden, für den das Laufen einfach zum Leben dazu gehöre.

Die Staffellauf-Idee entstand bereits vor zehn Jahren. Josefine Hobmaier und ihr Mann Reinmund nahmen damals die 30-jährige Partnerschaft zum Anlass, den Lauf auf die Beine zu stellen.

Veranstaltung bereits zum dritten Mal

Mittlerweile findet die Veranstaltung zum dritten Mal statt. Immer dabei: Josefine Hobmaier. Vorbereiten muss sie sich nicht. „Der Staffellauf ist kein Wettkampf, wir laufen gesellschaftlich“, sagt sie.

Die 54-Jährige läuft nicht nur selbst, sondern kümmert sich auch um die genaue Planung. In einer Tabelle hält sie fest, wer wann welche Strecke läuft, wie lange die jeweiligen Etappen dauern und wann Pause gemacht wird.

Die Staffel besteht aus 49 Etappen, jede Etappe ist zwischen fünf und 14 Kilometer lang. Hobmeier läuft insgesamt sechsmal. Los ging es für sie gestern um 19.39 Uhr an der Innbrücke in Nußdorf. Das Ziel: Die zehn Kilometer entfernte Innbrücke in Reisach. Von dort ging es per Auto zur Brücke über Ziller. Nach einer kurzen Verschnaufpause startet Hobmaier um 1.51 Uhr von dort ins 6,5 Kilometer entfernte Jenbach. Damit sich die Teilnehmer nicht verlaufen und auch sonst nichts passiert, begleiten Radfahrer die Staffelläufer.

Josefine Hobmaier liebt es, durch die Nacht zu laufen. Nicht nur wegen den angenehmen Temperaturen. „Das ist einfach etwas Besonderes. Zu Hause würde ich das nie machen“, sagt sie.

Nasses Hemd gegen

die Mittagshitze

Nach einigen Stunden Schlaf und einem gemeinsamen Frühstück geht es für sie um 8.24 Uhr von Steinach nach Gries. Die Strecke ist 7,5 Kilometer lang. Eingeplant sind dafür rund 45 Minuten. In der prallen Mittagshitze geht es dann weiter von Sterzing nach Stifles. Vor den sieben Kilometern hat Hobmaier den größten Respekt. Mit einer Kappe und einem nassen T-Shirt will sie der Hitze trotzen.

Nach zwei weiteren Etappen ist der Staffellauf beendet, jedenfalls für Hobmaier. Läuft alles nach Plan, treffen die anderen Läufer am Samstag um 11.57 Uhr am Hauptplatz in Lazise ein. 40 Stunden später. In Lazise erwartet die Läufer ein Empfang mit Getränken, Obst und Wein. Sonntagfrüh geht es dann wieder nach Hause – dieses Mal allerdings mit dem Auto.

In fünf Jahren soll dann der nächste Staffellauf stattfinden. Mit dabei: Josefine Hobmaier.

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