Rosenheim – Zehn Meter lang ist der Tisch, an dem die Ehrengäste Platz nahmen. Sie wurden von den „Models“ der letztjährigen Modenschau der Rosenheimer Seniorenkulturtage an den Tisch geleitet. Der international bekannte Bildhauer Andreas Kuhnlein hatte den Tisch nicht nur für das Jubiläum zum 20-jährigen Bestehen des Fördervereins der Seniorenbegegnungsstätte im Garten der Begegnungsstätte aufgebaut.
Auch die 16 Veranstaltungen der diesjährigen Seniorenkulturtage finden daran statt. Ursula Flohr-Brumm, Leiterin der Seniorenbegegnungsstätte, führte durch ein Programm, das Rückschau hielt und vom Singkreis der Begegnungsstätte untermalt wurde.
Der neu gewählte Zweite Vorsitzende Jens Köhler schnitt in Vertretung von Wilhelm Hermann die Geburtstagstorte an. Der mitgliederstarke Förderverein wurde vor 20 Jahren auf Initiative der Sparkasse Rosenheim aus der Taufe gehoben. „Es war eine Rettungsaktion aus höchster Not“, beschrieb Flohr-Brumm rückblickend die damalige Situation. Denn die Begegnungsstätte stand wegen finanziellen Problemen vor dem Aus. Heute steht die Caritas Seniorenbegegnungsstätte dank des Fördervereins mit derzeit 430 Mitgliedern und dem Rückhalt durch Sponsoren auf solider finanzieller Basis.
Projekte wie die Vortragsreihe „Mythos Alter“, das Märchenzelt bei der Landesgartenschau, ein zweijähriges Projekt Generationengespräche in Zusammenarbeit mit drei Schulen aus Rosenheim und Umgebung, die Herausgabe von fünf Geschichtenbüchern und die Rosenheimer Seniorenkulturtage kamen in der Trägerschaft des Fördervereins in Zusammenarbeit mit der Seniorenbegegnungsstätte zur Durchführung.
Rosenheims Zweiter Bürgermeister Anton Heindl eröffnet jetzt vor zahlreichen Gästen die neunten Rosenheimer Seniorenkulturtage, die auch heuer wieder unter dem Motto „Wild und verwegen“ stehen. Die Seniorenkulturtage stellen ein Programm der Vielfalt und Fantasie besonders für ältere Bürger bereit.
Darüber hinaus betonte er die ganzjährige Arbeit der Begegnungsstätte. Rund 1100 Besucher aus Rosenheim und Umgebung besuchen die Einrichtung regelmäßig und wählen aus einem umfangreichen Programm mit Kursen und Veranstaltungen.
Als „Herzstück“ der Senioreneinrichtung bezeichnete Jens Köhler die Organisatoren der Seniorenkulturtage, insbesondere Flohr-Brumm mit „ihren vielen, immer neuen Ideen“. Der Vertreter der VR-Bank Rosenheim-Chiemsee waren sich mit ihren Vorstandskollegen einig: „Geld ist die eine Sache, aber man braucht auch jemanden, der etwas daraus macht.“