Rosenheim – Keinen Anklang fand jetzt ein Dringlichkeitsantrag der Republikaner im Ausschuss für Verkehrsfragen und öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Wie berichtet, hatten diese eine tägliche oder mehrmals pro Woche stattfindende Benachrichtigung der Bürger über neue Baustellen und den Status der bestehenden gefordert. Rudolf Hötzel, Vorsitzender der Gruppierung, bezog sich in der jüngsten Sitzung beispielsweise auf die Pernauer-, Scheuchenstuhl- und Burgfriedstraße. „Keine Kritik an den Baustellen, es geht mir aber um die Information an die Bürger“ stellte er klar.
Pressesprecher Thomas Bugl antwortete, dass die Stadt die Medien regelmäßig über die Baufortschritte informiere und diese auch veröffentlicht werden. Tiefbauamtschef Hans-Joachim Stein erwähnte in diesem Zusammenhang die einmal im Monat erscheinende Rubrik „Stand der Dinge“, die einen Gesamtüberblick gebe. Auf den Homepages von Stadt und Stadtwerken seien zudem die aktuellen Baustellen in einer digitalen Karte eingepflegt. Rechtsdezernent Herbert Hoch ergänzte, dass es nicht einfach sei, einen täglichen Status zu übermitteln, da es in der Praxis eben oftmals zu Verzögerungen durch Baufirmen komme. „Außerdem finde ich es schade, dass hier nur eine Unzufriedenheit rüberkommt“, ergänzte er. Die Vollsperrungen in der Innenstadt seien bisher wesentlich reibungsloser verlaufen als man anfangs gedacht habe. „Es funktioniert viel besser als wir alle erwartet hatten“, so Hoch.
Daniel Artmann stimmte dem zu. „Es ist super gelaufen und wir können sehr zufrieden sein“, so der CSU-Stadtrat. „Ich finde die Informationspolitik der Stadt ebenfalls ausreichend und kann diesem Dringlichkeitsantrag deshalb wenig abgewinnen“, fasste Franz Opperer (Bündnis 90/Die Grünen) den allgemeinen Tenor zusammen. Lediglich für Besucher von Außerhalb könne es schwieriger sein, die aktuellen Sperrungen nachzuvollziehen. Mit dem Hinweis der Oberbürgermeisterin, die Stadt werde nochmals Kontakt mit der Redaktion des Oberbayerischen Volksblatts aufnehmen, wurde der Antrag der Republikaner nicht weiter verfolgt. aez