Teilsperrung für Lkw im Gespräch

von Redaktion

Umleitungs- und Ausweichsverkehr macht Pang zu schaffen – Stadtverwaltung skeptisch

Rosenheim – Als „schwierig“ bezeichnete Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer die Situation in der Panger Straße im Rahmen der jüngsten Sitzung vom Ausschuss für Verkehrsfragen und öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) des Stadtrats. Nicht nur die zwei Staatsstraßen 2010 und 2078 laufen dort zusammen, auch die offizielle Umleitungsstrecke der A8 führt mitten durch Pang.

Situation nicht mehr „nachvollziehbar“

Einen zunehmenden Schwerlastverkehr hat zudem die Stadtratsfraktion der SPD festgestellt, weshalb sie einen Antrag dahingehend gestellt hatte, Maßnahmen zu finden, um den Durchgangsverkehr zwischen dem Kreisverkehr in der Schwaig und der Einmündung der Brannenburger Straße in die Kufsteiner Straße („Weko-Kreuzung“) zu reduzieren. Die aktuelle Situation sei nicht mehr nachvollziehbar, vor allem, da mit der Westtangente und der Miesbacher Straße („Panorama-Schwaig“) zwei Alternativen zur Verfügung stehen, die nicht durch Wohngebiete führen und auf ein hohes Verkehrsaufkommen ausgelegt sind.

Rechtsdezernent Herbert Hoch erklärte, dass man die Regierung von Oberbayern, die Autobahndirektion Südbayern und das Staatliche Bauamt Rosenheim um Stellungnahmen dazu gebeten hatte, diese jetzt aber noch nicht da seien. Dass die Umleitungsstrecke für die Autobahn durch Westerndorf am Wasen, Pang und Aising führt, sei durch die Regierung festgelegt worden. Vor rund zwei Jahren hieß es ihm zufolge, daran sei solange nicht zu rütteln, bis die Westtangente durchgehend fertig ist. Trotzdem will die Verwaltung den Ausschuss informieren, sobald die Erklärungen der drei übergeordneten Stellen eingegangen sind.

Die Oberbürgermeisterin, die den SPD-Antrag als „sehr berechtigt“ bezeichnete, ergänzte, dass viele Lkw eben die kürzeste und schnellste Strecke, also über Aising und Pang, und nicht wie gewünscht über die Kufsteiner Straße bis zur „Panorama-Kreuzung“ und von dort weiter über die Miesbacher Straße nähmen. Ein Grund seien wohl die dortigen Ampeln.

Außerdem sei der Weg durch Pang mautfrei – im Gegensatz zur vierspurigen Kufsteiner Straße. Andreas Lakowski wollte deshalb wissen, ob man die Mauterfassungssäule, die sich an der B15 zwischen den Einmündungen Happing und Oberfeld befindet, taktisch klug versetzen kann. Dezernent Hoch machte wenig Hoffnung. Die Standorte seien zwar grundsätzlich präzise ausgewählt. Das Gespräch mit der Betreiberfirma könne man trotzdem suchen.

Königstraße als positives Beispiel

Franz Baumann (Freie Wähler/UP) wollte sich nicht so schnell zufrieden geben und regte wiederholt eine Sperrung für den Schwerlastverkehr auf der Hohenofener Straße zwischen dem Schwaiger Kreisel und der Einmündung Am Wasen vor. Dass ein solches Fahrverbot für Lastwagen sehr wohl etwas bringt, sei am Beispiel Königstraße und Ludwigsplatz zu erleben, ergänzte Franz Opperer (Grüne).

Verwaltung will Wunsch klären

Auch Daniel Artmann von der CSU ließ die Bedenken der Verwaltung, die Stadt habe keine Kapazitäten, um die Einhaltung des Verbots zu überwachen und müsse deshalb die Polizei bitten, nicht gelten. „Wir unterstützen die Teilsperrung“, sagte Artmann. Schließlich sprächen sich solche Maßnahmen auch unter den heute gut vernetzten Lkw-Fahrern weiter. „Wir werden dies nochmal klären“, versprach Dezernent Herbert Hoch abschließend.

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