Rosenheim – Brigitte Probst ist täglich mit dem Rad in der Stadt unterwegs. Doch wirklich genießen kann sie ihre Ausflüge nicht. Schuld daran ist der Müll in der Stadt, vor allem in der Kufsteiner Straße. „Das ähnelt immer mehr einem Saustall“, sagt sie. Sie hat mehrmals beobachtet, wie Verpackungen, Essensreste und Einwegbecher achtlos weggeschmissen werden, obwohl der nächste Mülleimer nur wenige Meter entfernt ist.
Kritik an den Jugendlichen
Probst kritisiert vor allem die Jugend. „Ich habe noch nie einen Jugendlichen gesehen, der sich bückt und Müll aufhebt“, sagt sie. Harte Worte und sie setzt gleich noch einen drauf: „Die Jugendlichen sollten nicht nur für den Klimaschutz demonstrieren, sondern auch mal selbst einen Müllsack in die Hand nehmen“, sagt sie.
Das Problem in der Kufsteiner Straße ist auch im Rathaus bekannt. Um die Verschmutzungen so gering wie möglich zu halten, reinigen die Mitarbeiter des Baubetriebshofs die Fahrbahn einmal in der Woche. Zudem wird der Gehweg mit einer Kleinkehrmaschine gereinigt. Zweimal wöchentlich finden Kontrollfahrten statt. Fallen Verschmutzungen auf, wird sofort sauber gemacht. Trotzdem ist Brigitte Probst nicht zufrieden. Sie verlangt nach noch mehr Einsatz.
Währenddessen appelliert die Stadt an die Verantwortung des Einzelnen, die Umwelt sauber zu halten und Müll in die dafür vorgesehenen Abfalleimer zu werfen.